FAZ plus ArtikelEin allzu stiller Sommer

Das verkorkste Jahr der Festivalbetreiber

Von Benjamin Fischer
09.10.2020
, 16:17
Im Frühjahr leitet das Immergut jedes Jahr die Rockfestival-Saison ein. Außer wenn Corona das Land lähmt. Eine Geschichte vom Hoffen und Verwerfen, neu Überlegen und Enttäuschtwerden und vom Umgang des Kulturbetriebs mit der Pandemie.

Bürgerseeweg 29, 17235 Neustrelitz – traditionell beginnt an dieser Adresse Ende Mai der deutsche Festival-Sommer. Seit zwanzig Jahren veranstaltet der gleichnamige, gemeinnützige Verein hier das „Immergut“. „Eigentlich wären wir jetzt in der letzten Phase“, erzählt Stefanie Rogoll am 20. April, doch schon Mitte März habe man sich eingestehen müssen: Der Termin lässt sich nicht halten.

Es ist das erste Telefonat von vielen in den folgenden Monaten. Das gewohnte Bild von gutgelaunten Menschenmassen auf einem Konzert ist zu diesem Zeitpunkt schon weit weg. Die gesamte Konzertbranche fährt auf null runter. Nur die Booker der großen und kleinen Agenturen haben alle Hände voll zu tun, möglichst für alle Tourneen neue Termine zu finden. Noch peilen viele Spätsommer, Herbst oder Winter an – so auch der Immergut-Verein. Mit der Absage des Ursprungstermins wurde gleich ein neuer verkündet: 3. bis 5. September.

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Quelle: F.A.Z.
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Benjamin Fischer
Redakteur in der Wirtschaft.
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