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Künstliche Intelligenz

Ein Fortschrittszentrum bringt KI in den Mittelstand

Von Susanne Preuß, Stuttgart
 - 17:23
Mensch und Maschine treffen aufeinander.

Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) soll nicht den großen Konzernen vorbehalten bleiben; auch mittelständische Unternehmen sollen die Chancen der Schlüsseltechnologie nutzen. Das ist der Leitgedanke für das KI-Fortschrittszentrum „Lernende Systeme“, das in Baden-Württemberg im Rahmen des Forschungsverbunds Cyber Valley entsteht. Das KI-Fortschrittszentrum startet mit 20 Forschern, die als zentrale Anlaufstelle für mittelständische Unternehmen fungieren und beispielsweise „Quick Checks“ anbieten, also die Untersuchung, ob eine Idee im Unternehmen grundsätzlich umsetzbar ist. Mit „Open Lab Days“ entsteht ein Angebot, sich über Anwendungsmöglichkeiten zu informieren und mit Experten auszutauschen. „Wir überbrücken die Eintrittsbarrieren, die sich für den Mittelstand oft aus Unkenntnis und Intransparenz ergeben“, lautet das Versprechen von Professor Wilhelm Bauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). „KI muss zunächst verstanden werden und sich in die Prozesse der Unternehmen integrieren lassen“, erläuterte er anlässlich des Starts des von Fraunhofer betriebenen Fortschrittszentrums die Herausforderung. Der Fokus liege auf „menschenzentrierter KI“, der die Menschen vertrauten, weil nur dann das Potenzial der Künstlichen Intelligenz optimal ausgeschöpft werden könne. Bauer, der zugleich Technologiebeauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg ist, schwebt vor: „Wir möchten eine menschengerechte und ethische Gestaltung zu einem Markenzeichen deutscher KI-Lösungen machen.“

Das KI-Fortschrittszentrum wird bis zum Jahr 2022 vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und der Fraunhofer-Gesellschaft mit zehn Millionen Euro Anschubfinanzierung unterstützt. Um strategische Partnerschaften aufzubauen, haben Unternehmen die Möglichkeit, so genannte „Enterprise Labs“ zu finanzieren, in denen KI-Forscher aus dem Fortschrittszentrum ihre Aufmerksamkeit den spezifischen Fragestellungen des jeweiligen Industrieunternehmens widmen.

Auch für Start-ups sollen auf diese Weise förderliche Bedingungen entstehen. „Wir müssen die Ergebnisse unserer Spitzenforschung noch schneller in die praktische Anwendung bringen“, fordert Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) und urteilt: „Mit unserem innovativen Ansatz sind wir bundesweiter Vorreiter.“ Der vor drei Jahren geschaffene Forschungsverbund Cyber Valley in der Region Stuttgart-Tübingen wird vom Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg mit 120 Millionen Euro gefördert. Industrielle Partner sind bisher vor allem Konzerne aus der Autobranche, aber auch Amazon.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Preuss, Susanne
Susanne Preuß
Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.
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