FAZ plus ArtikelEnergiesicherheit

Füllstände deutscher Erdgasspeicher sinken auf beinahe 40 Prozent

Von Helmut Bünder, Hendrik Kafsack, Jan Hauser und Katharina Wagner
26.01.2022
, 08:29
Gasflamme auf einem Küchenherd: Viele Haushalte heizen mit Erdgas und auch Industriebetriebe brauchen den Energieträger.
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Der RWE-Chef warnt: Ein Ausfall russischer Lieferungen lässt sich nur sehr kurze Zeit überbrücken. Wie sehr muss sich Europa um die Erdgasvorräte sorgen?
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Die Erdgasspeicher in Europa leeren sich. In Deutschland liegt der Füllstand noch knapp oberhalb von 40 Prozent, was aber viel niedriger als in den Vorjahren zu dieser Jahreszeit ist. Wie lange das reicht, hängt von der Temperaturentwicklung und weiteren Lieferungen ab. Doch angesichts des Ukraine-Konflikts wirft der niedrige Erdgasvorrat die Frage auf, wie abhängig Deutschland vom russischen Erdgas ist. Vorbereitet scheint die Energieversorgung kaum darauf zu sein, dass ein Hauptlieferant ausfallen kann.

Das besorgt auch Markus Krebber, den Vorstandsvorsitzenden des Energieversorgers RWE. Damit sich Deutschland künftig besser aufstellt, spricht er sich für eine staatliche Gasreserve aus. „Das kann in Richtung einer staatlichen Bevorratung gehen wie beim Erdöl“, sagte Krebber im F.A.Z.-Gespräch. Eine andere Möglichkeit sei eine in andern Ländern schon übliche gesetzliche Vorgabe, „dass Gasversorger ihre Lieferverpflichtungen zu bestimmten Anteilen durch langfristige Kaufverträge oder Einspeicherungen absichern müssen“. Bei einer weiteren Eskalation des Konflikts um die Ukraine sei auf jeden Fall mit noch höheren Preisen zu rechen. Ein Komplettausfall der russischen Lieferungen wäre laut Krebber „nur für sehr kurze Zeit überbrückbar. Vielleicht einige Wochen“.

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