Kampf gegen Tabak

EU-Kommission will bestimmte Geschmacksrichtungen in Tabakprodukten verbieten

29.06.2022
, 14:06
Ein Mann raucht mit dem elektronischen Tabakerhitzer von der Marke IQOS. Die EU-Kommission denkt über ein Verbot der Geräte nach.
Bestimmte Geschmacksrichtungen in Tabakprodukten sollen verboten werden. Ein generelles Verbot von Tabakerhitzern wie Iqos steht aber offenbar nicht zur Debatte.
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Nutzer von Tabakerhitzern können aufatmen. Die EU-Kommission plant nicht, Geräte wie Iqos vom Tabakkonzern Philip Morris zu verbieten. An den Kragen gehen soll es aber Tabakprodukten mit bestimmten Geschmacksrichtungen. Philip Morris will mittelfristig die Tabakzigarette vom Markt nehmen. Als Alternative bietet er Rauchern Tabakerhitzer an, die unter dem Namen Iqos vertrieben werden. In ihnen wird der Tabak erhitzt und nicht verbrannt, was nach Ansicht des Konzerns weniger gesundheitsschädlich sein soll, weil beim Erhitzen des Tabaks weniger Schadstoffe freigesetzt werden.

Es gehe um bestimmte Tabak-Sticks, die in den Geräten erhitzt werden, und nicht um die Tabakerhitzer selber, sagte ein Sprecher der Behörde. Entscheidend sei, „dass es einen Geruch oder Geschmack gibt, der von Zusatzstoffen oder Chemikalien herrührt“.

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Die EU-Kommission begründete die Entscheidung mit einem Anstieg des Marktanteils aller Tabakerhitzer-Produkte auf mehr als 2,5 Prozent des Tabakmarkts. Der Schritt sei Teil des EU-Plans zur Bekämpfung von Krebs. Nach Angaben aus der Tabakbranche geht es nur um einen Teil des Angebots am Markt - und zwar um Sticks, bei denen die zugesetzten Aromen den Tabak-Geschmack überlagern, etwa Menthol oder Früchte.

„Da neun von zehn Lungenkrebserkrankungen durch Tabak verursacht werden, wollen wir das Rauchen so unattraktiv wie möglich machen, um die Gesundheit unserer Bürger zu schützen und Leben zu retten“, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Die EU-Staaten und das Europäische Parlament können sich nun zu dem Vorschlag äußern. Das Verbot tritt automatisch in Kraft, wenn sie es nicht ablehnen. Etwa ein Jahr nach Inkrafttreten würde es in den EU-Ländern gelten.

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Anm. d. Red.: In einer früheren Fassung des Artikels hieß es, dass die EU-Kommission ein Verbot von Tabakerhitzern plant. Die Nachrichtenagentur dpa hat die Meldung inzwischen zurückgezogen und eine korrigierte Fassung gesendet.

Quelle: dpa/arp.
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