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F.A.S. Exklusiv

EU-Steuervorschläge könnten Deutschland Milliarden bringen

Von Patrick Bernau
 - 19:12

Vorschläge der Europäischen Union zur Schließung von Steuerschlupflöchern könnten dem deutschen Fiskus laut einer Studie jährliche Mehreinnahmen von rund elf Milliarden Euro bringen. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.) berichtet, stiege das Aufkommen an Unternehmenssteuern um rund acht Prozent, wie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) berechnet hat.

Bei den Vorschlägen handelt es sich um die so genannte „Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage“ (GKKB). Dabei würden die Regeln, nach denen Unternehmen ihren zu versteuernden Gewinn berechnen, europaweit vereinheitlicht. So würden Steuerschlupflöcher geschlossen, beispielsweise die bevorzugte Behandlung von Patent- und Lizenzeinnahmen in einigen EU-Ländern. Anschließend würde der Gewinn auf Basis einer Formel auf die EU-Staaten aufgeteilt, und jeder Staat dürfte seinen Gewinnanteil mit einem eigenen Steuersatz besteuern. Maßgeblich für die Aufteilung wären die Umsätze eines Unternehmens im Land, die Mitarbeiterzahlen und der Kapitaleinsatz.

Leiden würden unter so einem Steuersystem laut der Studie vor allem Luxemburg, die Niederlande und Irland. Irland würde laut den Berechnungen 86 Prozent seiner Unternehmenssteuer-Einnahmen verlieren.

Würden sich die Prinzipien so eines Steuersystems aber weiter verbreiten, könnte das laut F.A.S.-Bericht zum Nachteil für Deutschland werden. Exportländer wie Deutschland müssten dann einen Teil ihrer Steuereinnahmen an die Staaten abgeben, in denen ihre Produkte gekauft werden. Würde so ein System beispielsweise in der G-20 eingeführt, verlöre Deutschland jährlich rund 24 Milliarden Euro an Unternehmenssteuern.

Quelle: FAZ.NET
Patrick Bernau
Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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