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Mark Zuckerberg

„Facebook löscht täglich 1 Million Fake-Konten“

 - 17:44
Facebooks Chef Zuckerberg

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat während eines Auftritts auf der Münchner Sicherheitskonferenz klarere staatliche Regeln zu Meinungsfreiheit im Internet und politischer Werbung gefordert. Hier müssten gesetzliche Grenzen gezogen werden, nach denen private Unternehmen sich verlässlich richten könnten.

Diese Aussagen fallen in einem Umfeld, in dem soziale Netzwerke mit hohen Erwartungen von Politik und Gesellschaft konfrontiert sind. Facebook versucht daher, gefährliche Inhalte herauszufiltern und Wahlmanipulation zu vermeiden. Der Austausch von Tech-Unternehmen mit Nachrichtendiensten oder der Polizei habe sich laut Zuckerberg verbessert.

Der Internetunternehmer hatte Facebook ursprünglich von seinem Studentenwohnheim aus aufgebaut. Vor acht Jahren ging Facebook an die Börse und hat sich zu einem der größten und wertvollsten Unternehmen entwickelt. Laut Zuckerberg arbeiten mittlerweile allein 35.000 Mitarbeiter im Sicherheitsbereich, der dafür verantwortlich ist, für Datenschutz zu sorgen, gefährliche Inhalte zu blockieren oder Wahlmanipulationen zu vermeiden. Das Budget für den Sicherheitsbereich sei größer als der Umsatz von Facebook zur Zeit des Börsengangs.

Spam und staatlich gesteuerte Profile

Laut Zuckerberg haben sich die Angreifer im Internet professionalisiert, doch seien seit 2016 auch die Verteidigungslinien stärker geworden. Neben traditionellen Hacker-Angriffen bestehe die Bedrohung inzwischen auch in Form von koordinierten Kampagnen im Internet und über soziale Netzwerke. Zuckerberg nannte dazu das Beispiel russischer Akteure, die etwa versucht haben sollen, den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2016 zu manipulieren.

Manipulationskampagnen laufen etwa über gefälschte Nutzerprofile. Facebook schalte laut Zuckerberg täglich 1 Million Fake-Konten ab, bei deren Entdeckung künstliche Intelligenz helfe. Beim Großteil dieser gefälschten Konten handele es sich um Spam etwa für die Verbreitung unerwünschter Werbung. Jedoch seien auch einige staatlich gesteuerte Akteure darunter.

Mit Blick auf Terrorpropaganda sei Facebook in der Lage, 99 Prozent der Inhalte abzuschalten, bevor diese von Nutzern gesehen würden. Ein weiterer Schwerpunkt bestehe im Kampf gegen sogenannte Hassrede. Rassistische Inhalte auf sozialen Netzwerken seien laut Zuckerberg jedoch schwer von solchen Äußerungen zu unterscheiden, die sich kritisch damit auseinander setzten. Die Trefferquote liege hier eher im Bereich von 80 Prozent.

Zum Thema Digitalsteuern äußerte sich Zuckerberg in München nicht. Dabei war am Freitag ein Redemanuskript in Umlauf gebracht worden, in dem der Facebook-Chef Verständnis dafür geäußert hatte, dass Europa höhere Steuern insbesondere von amerikanischen Internetunternehmen verlange. Sein Unternehmen akzeptiere, dass dies mit höheren Steuerzahlungen und Ansprüchen in anderen Ländern einhergehen könnte. Anschließend reist Facebook-Chef Zuckerberg nach Brüssel, wo es dann auch um das Thema Digitalbesteuerung gehen dürfte.

Quelle: mfe.
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