Insolventer Flughafen

Verdacht auf Untreue und Subventionsbetrug am Hahn

20.01.2022
, 17:49
Eine Boeing 737 von Ryanair startet im November 2021 auf dem Flughafen Hahn.
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Im Oktober 2021 meldete der Hunsrück-Flughafen Insolvenz an. Nun wird gegen mehrere Personen unter anderem wegen mutmaßlichen Subventionsbetrug und Untreue ermittelt.
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Am inzwischen insolventen Hunsrück-Flughafen Hahn gibt es laut Staatsanwaltschaft Koblenz Verdacht auf bandenmäßige Untreue, Subventionsbetrug und Insolvenzverschleppung. Zweimal gab es dort eine Razzia. Die Ermittler haben insgesamt vier Verantwortliche von insgesamt sechs Unternehmen sowie einen Geschäftspartner im Visier. Das Land Rheinland-Pfalz soll bei dem mutmaßlichen Subventionsbetrug einen Schaden von mindestens 400.000 Euro erlitten haben, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Vier der fünf beschuldigten Männer stehen in Verdacht, mit einem „gemeinsamen Tatplan“ zwischen Juli 2017 und Mai 2020 mit Untreue und bandenmäßiger Untreue bei Firmen „Vermögensverluste großen Ausmaßes“ verursacht haben. Drei dieser Beschuldigten sollen laut Staatsanwaltschaft in zwei Fällen Einnahmen von Gesellschaften entnommen und für sich selbst verwendet haben. Sie sollen auch zweimal Rechnungen an eine Firma bezahlt haben - im Wissen um fehlende Leistungen dafür. Mieteinkünfte eines Unternehmens seien nicht verbucht worden. Die Schadenshöhe könne noch nicht beziffert werden, hieß es weiter.

Bei dem mutmaßlichen Subventionsbetrug von vier Beschuldigten geht es laut Staatsanwaltschaft um eine teils zu Unrecht beantragte staatliche Zahlung. Mit Blick auf fünf Firmen bestehe zudem bei drei Beschuldigten der Anfangsverdacht der Insolvenzverschleppung im Sommer und Herbst 2021.

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Der Flughafen Hahn meldete im Oktober 2021 Insolvenz an. Der inzwischen ebenfalls angeschlagene chinesische Großkonzern HNA hatte 2017 für rund 15 Millionen Euro 82,5 Prozent des Flughafens vom Land Rheinland-Pfalz erworben. Die übrigen 17,5 Prozent hält noch das Land Hessen. Die Suche nach Investoren läuft.

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Quelle: dpa
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