FAZ plus ArtikelStandortrisiko Geldwäsche

Eine lange Liste an Skandalen

EIN KOMMENTAR Von Markus Frühauf
28.07.2021
, 09:21
Hauptsitz der Danske Bank in Kopenhagen: Dänemarks größtes Institut steht im Mittelpunkt des bislang schwersten Geldwäschefalls in Europa.
Geldwäsche ist zu einem Standortrisiko für den Finanzplatz Europa geworden. Deshalb ist das von der EU-Kommission vorgestellte Maßnahmenpaket zu begrüßen – es erhöht den Druck auf fahrlässige Länder.

Europa hat in der Bekämpfung der Geldwäsche dringenden Handlungsbedarf. Zu lang ist die Liste der Skandale, die europäische Banken wie Danske Bank, ABN Amro oder ING zu verantworten haben. Auch die Deutsche Bank steht regelmäßig im Fokus der Aufsichtsbehörden. Geldwäsche ist zu einem Standortrisiko für den Finanzplatz Europa geworden. Deshalb ist das in der vergangenen Woche von der EU-Kommission vorgestellte Maßnahmenpaket zu begrüßen. Denn es erhöht den Druck auf die oft fahrlässigen Mitgliedsländer.

Die wichtigste Errungenschaft ist die Schaffung einer neuen EU-Behörde zur Bekämpfung der Geldwäsche bis zum Jahr 2024. Es spricht einiges dafür, sie in Frankfurt anzusiedeln. Schließlich ist die Mainmetropole der wichtigste Bankenplatz in Kontinentaleuropa und verfügt mit der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie deren Bankenaufseher über das Wissen vor Ort, das die neue Behörde braucht. Denn sie muss sich Überblick über unzählige Finanztransaktionen verschaffen und gleichzeitig die Geldwäschebekämpfung in Europa koordinieren.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Frühauf, Markus
Markus Frühauf
Redakteur in der Wirtschaft.
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