Gesundheit

City BKK steht vor Insolvenz

12.06.2010
, 11:20
Die City BKK hat keinen Fusionspartner gefunden und muss nun Insolvenz anmelden
Erstmals seit Einführung des Gesundheitsfonds im Jahr 2009 steht eine Krankenkasse vor der Zerschlagung. Gemeinsam mit einer weiteren Kasse hat die City BKK beim Bundesversicherungsamt eine drohende Insolvenz angemeldet. Nun müssen die anderen Betriebskrankenkassen einspringen.
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Erstmals seit Einführung des Gesundheitsfonds im Jahr 2009 steht eine Krankenkasse vor der Zerschlagung. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums bestätigte am Samstag in Berlin, dass die City BKK gemeinsam mit einer weiteren Kasse beim Bundesversicherungsamt (BVA) eine drohende Insolvenz gemeldet habe. Zu dieser Anzeige sind die Kassen nach dem neuen Insolvenzrecht verpflichtet, da ihnen sonst ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung droht.

Das BVA habe drei Monate Zeit, um bis Mitte Juli eine Entscheidung zu fällen, sagte die Sprecherin. Nach Gesprächen werde die Behörde zeitnah eine Entscheidung über die Zukunft der City BKK fällen.

Vergebliche Suche nach einem Fusionspartner

Nach einem Bericht des „Spiegel“ haben sich das BVA und das Ministerium bereits auf die Schließung der City BKK zum 1. September verständigt. Die Kasse habe 2009 und 2010 rund 50 Millionen Euro Schulden angehäuft. Da unter den gut 200.000 Versicherten viele alte und kranke Menschen mit hohen Behandlungskosten seien, finde sich keine Kasse zu einer Fusion bereit. Neben der City BKK hat laut „Spiegel“ auch die BKK Heilberufe dem BVA gemeldet, dass sie klamm ist.

Wie andere gesetzliche Kassen erhebt die in Stuttgart ansässige City BKK seit dem 1. April von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag von acht Euro pro Monat. Ende März hatte sie in einer Pressemitteilung erklärt, sie befinde sich auf Wachstumskurs und habe im ersten Quartal mehr als 1500 Versicherte hinzugewinnen können.

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Gesundheitsexperten fürchten wegen des prognostizierten Defizits der gesetzlichen Krankenversicherung von rund elf Milliarden Euro im nächsten Jahr eine Pleitewelle. Eine Insolvenz muss zunächst von den anderen Kassen im selben System aufgefangen werden. Für eine BKK müssen demnach die übrigen Betriebskrankenkassen einstehen. Erst wenn dies nicht reicht, werden auch die anderen Krankenkassen herangezogen.

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Quelle: Reuters
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