Wechsel in Bundesverband

Die Grüne Ramona Pop wird führende Verbraucherschützerin

Von Marcus Jung
23.05.2022
, 15:44
Bis zum Jahresende 2021 war Ramona Pop (Die Grünen) in Berlin Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe.
Neue „erste Verbraucherschützerin“ der Republik wird die langjährige Grünen-Politikerin Ramona Pop. Die frühere Bürgermeisterin von Berlin war bis zum Jahresende 2021 im Kabinett von Michael Müller (SPD) Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe.
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Nach einem mehrmonatigen Ausschreibungsverfahren hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (Vzbv) vom 1. Juli an eine neue Vorständin: Neue „erste Verbraucherschützerin“ der Republik wird die langjährige Grünen-Politikerin Ramona Pop. Die ehemalige Bürgermeisterin von Berlin war bis zum Jahresende 2021 im Kabinett von Michael Müller (SPD) Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe gewesen.

Im Rennen um die Spitzenkandidatur ihrer Partei hatte Pop im Wahlkampf den Kürzeren gezogen, Spitzenkandidatin wurde Bettina Jarasch. Auf eine weitere Amtszeit im neuen Senat der Bundeshauptstadt verzichtete die 44 Jahre alte Pop. Nach rund 20 Jahren in der Politik habe sie „Lust auf etwas Neues“ sagte sie.

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Wolfgang Schuldzinski, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Vzbv, betonte am Montag, dass Pop als erfahrene Politikerin und Führungskraft dem Verbraucherschutz in Deutschland eine „starke Stimme geben“ werde. Die kommende Vorständin freut sich darauf, die Interessen und Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher vertreten zu dürfen. „Gerade in Krisenzeiten ist ein starker Verbraucherschutz von hoher Bedeutung und gibt den Menschen Sicherheit“, wird Pop in einer Vzbv-Mitteilung zitiert. Seit Gründung des Bundesverbands vor 22 Jahren ist die Politikwissenschaftlerin die dritte Frau an der Spitze der Organisation.

Dritte Frau an der Vzbv-Spitze

Pop folgt auf Jutta Gurkmann, die das Amt als Vorständin des Vzbv für einige Monate zeitweise übernommen hatte und sich nun wieder auf ihre Aufgabe als Leiterin des wichtigen Geschäftsbereichs Verbraucherpolitik konzentrieren wird. Die Volljuristin Gurkmann rückte zum März 2022 auf die vakante Position, weil der langjährige Vorstand Klaus Müller im Frühjahr als Präsident zur Bundesnetzagentur nach Bonn gewechselt war.

Wie Pop hatte auch Müller als Grünen-Politiker Regierungserfahrung. Von 2000 bis 2005 war er Umwelt- und Landwirtschaftsminister von Schleswig-Holstein. Aufgrund ihrer vergleichbaren Lebensläufe gab es am Montag auch Kritik an der Nähe des grünen Spitzenpersonals zum Dachverband der deutschen Verbraucherschutzzentralen. Der Vzbv selbst bezeichnet sich selbst als „parteineutral“. Als Müller im Jahr 2006 auf die Verbandsseite wechselte, ließ er alle parteipolitischen Ämter ruhen, ist bis heute jedoch Grünen-Mitglied. Ähnlich wird dies nun vermutlich auch Ramona Pop handhaben.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenbild/ Marcus Jung
Marcus Jung
Redakteur in der Wirtschaft.
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