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FAZ plus ArtikelEine neue Klassengesellschaft

Die Verlierer leben eher auf dem Land

Von Rainer Hank
 - 20:40

Anfang des Monats waren wir in Atlanta. Dort traf sich die Creme de la Creme der amerikanischen Ökonomen zu ihrer Jahrestagung. Man muss heute gar nicht mehr wirklich dorthin fahren, weil die wichtigen Ereignisse live als Video in die Welt übertragen werden. Ein Höhepunkt war der Vortrag des MIT-Ökonomen David Autor über die „Arbeit der Zukunft“. Der Mann gilt als Star, seit er nachweisen konnte, dass ein „China-Schock“ Amerika schwer erschüttert hat und die chinesischen Importe zu einem ordentlichen Teil verantwortlich sind für höhere Arbeitslosigkeit unter männlichen Industriearbeitern. Die Verlierer sind also jene Leute, die den amerikanischen Präsidenten Donald Trump auch heute wieder wählen würden.

Diese Verlierer leben mehrheitlich auf dem Land, während die Gewinner in den Städten wohnen. Ganz neu ist das nicht. Aber die Unterschiede werden krasser. Wir fassen die Argumente Autors grob zusammen: Früher war es so, dass junge Leute nach dem Abitur in die Städte gingen, um dort zu studieren. Dann haben sie eine Familie gegründet und sind wieder aufs Land gezogen, weil das Leben dort sicherer, kinderfreundlicher und die Luft besser war. Umgekehrt lebten viele Männer mit mittlerem Schulabschluss in den Städten, weil dort die Fabriken waren, in denen sie Arbeit und Lohn fanden. Das sorgte für eine Durchmischung der Bevölkerung in Stadt und Land.

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Quelle: F.A.S.
Rainer Hank
Freier Autor in der Wirtschaft.
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