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FAZ plus ArtikelIndien und China im Streit

Eskalation im Himalaja

Von Christoph Hein, Singapur
Aktualisiert am 04.07.2020
 - 16:58
Grenzkonflikt im Himalaja: Indische Soldaten halten neben der nationalen Autobahn nach Ladakh Wache.
Der Konflikt zwischen Indien und China verschärft sich. Er wird mit Eisenstangen und wirtschaftlichen Waffen ausgetragen – und könnte sich gefährlich ausbreiten.

Leben wird in dieser Höhe zur Last. Die Schritte sind schwer, der Lunge fehlt die Kraft. Die Menschen Ladakhs sagen, ihre von Achttausendern eingeschlossene Hochebene sei das einzige Land, wo man „in der Sonnenglut verbrennt und den Kältetod stirbt“. Den meisten gilt dieser karge Teil Kaschmirs als das mystische „Land der Pässe“, weil sich die Straße von der Indus-Ebene über den Tanglang La auf mehr als 5000 Meter in den Himalaja hinaufschraubt. In Wirklichkeit aber ist Ladakh ein Aufmarschgebiet.

Wie ein Keil ragt die Nordspitze Indiens in Feindesland: im Westen die umkämpfte Grenze zu Pakistan. Im Osten die von Peking unterdrückten Gebiete Xinjiang und Tibet, 1951 von den Kommunisten eingenommen. Ladakhs Zentrum Leh bleibt Basislager für waghalsige Motorradfahrer, erfahrene Wanderer und buddhistische Pilger. Für Indien aber ist Leh vor allem Regimentsstadt. „The Mountain Tamers“, die „Gebirgsbändiger“, nennen sich die stolzen Soldaten, die hier liegen.

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Quelle: F.A.Z.
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Christoph Hein
Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
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