FAZ plus ArtikelBenzinpreise

Hilfe auch für deutsche Autofahrer?

Von Manfred Schäfers und Niklas Záboji, Paris
22.10.2021
, 21:35
Tankstelle in Marseilles, Südfrankreich: Die französische Regierung will einige Mitbürgerinnen und Mitbürger nun durch ein Energiegeld entlasten.
Paris macht es vor: Die Regierung federt die steigenden Strompreise mit einem Energiegeld ab. Auch in Deutschland steigt der Unmut wie die Spritpreise. Wie reagiert Berlin?
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Die hohen Energiepreise, aber auch die Gegenmaßnahmen der Regierung in Paris setzen SPD, Grüne und FDP unter Druck. Die gestiegenen Preise für Benzin, Heizöl und Gas sind längst zu einem Politikum geworden. Frankreich hat reagiert. Premierminister Jean Castex kündigte Einmalzahlungen an. Was kann, was muss eine Ampel-Koalition leisten, um die Bürger zu entlasten?

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert, in Deutschland jetzt ebenfalls zu handeln. „Das Energiegeld mag für Frankreich eine Möglichkeit sein, allerdings ist es auf einmalig 100 Euro begrenzt und soll an 38 Millionen Menschen gehen“, sagte Vorstand Klaus Müller der F.A.Z. Nach seiner Ansicht wäre es sinnvoller, nur diejenigen zusätzlich vom Staat zu unterstützen, „die das Geld wirklich brauchen – also Haushalte mit geringem Einkommen“. In dem Fall könnte er sich sogar noch mehr als in Frankreich vorstellen: „Das können dafür auch mehr als 100 Euro sein.“ Der Bund der Steuerzahler mahnt die Politiker, jetzt zu handeln, um die Bürger zu entlasten. „Das ist nur fair, weil staatliche Abgaben den überwiegenden Teil des Preises von Benzin ausmachen“, meinte Präsidenten Reiner Holznagel gegenüber der F.A.Z. Die Anhebung der Pendlerpauschale auf 40 Cent vom ersten Kilometer an sei eine schnell wirkende Entlastung. Derzeit beträgt sie 30 Cent, vom 21. Entfernungskilometer an 35 Cent.

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Quelle: F.A.Z.
Manfred Schäfers - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Manfred Schäfers
Wirtschaftskorrespondent in Berlin.
Autorenporträt / Zaboji, Niklas
Niklas Záboji
Wirtschaftskorrespondent in Paris
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