FAZ plus ArtikelHybrides Arbeiten

Es lebe das Büro!

Von Sebastian Balzter
30.08.2021
, 15:58
So nett kann’s im Büro aussehen: Historischer  Raum in einem Weingut in der Pfalz, in dem ein Start-up tageweise Arbeitsplätze vermietet.
Corona hat gezeigt, wie gut das Homeoffice funktioniert. Und wie schlimm es ist. Wir brauchen das Büro. Es muss sich nur verändern.
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Vielleicht haben sich die Allianz, der größte Versicherungskonzern der Welt, und die Bayerische Versorgungskammer, die größte Pensionseinrichtung in Deutschland, gerade kolossal vertan. Die beiden Investoren haben Ende Juli einen Büroturm gekauft, der zurzeit mitten in Frankfurt gebaut wird: 233 Meter hoch, mit knapp 80.000 Quadratmetern Bürofläche auf 54 Etagen, bezugsfertig 2024. Für schlappe 1,4 Milliarden Euro.

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Wie bitte? Hat die Corona-Krise nicht eindrucksvoll gezeigt, dass Büroarbeit auch von zu Hause erledigt werden kann, im Homeoffice? Das Büro, schon lange vor der Seuche als altbacken unflexibler Arbeitsort geschmäht, ja totgesagt, wird nun auch noch als vermeintlicher Infektionsherd rund um die Welt von Millionen Beschäftigten gemieden. Die Frankfurter Bankentürme waren monatelang verwaist, voll sind sie immer noch nicht. Dasselbe gilt für Büros in München, Hamburg, Düsseldorf; in New York, Paris, Tokio. Der Anteil der Beschäftigten, die zumindest teilweise zu Hause arbeiten, ist der jüngsten Umfrage des Münchner Ifo-Instituts zufolge in Deutschland selbst im Sommer nicht unter 24 Prozent gefallen. Und jetzt rollt die nächste Infektionswelle an.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Balzter, Sebastian
Sebastian Balzter
Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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