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Chemie im Sturm

EIN KOMMENTAR Von Bernd Freytag, Ludwigshafen
 - 16:00

Die in Deutschland produzierenden Chemie- und Pharmaunternehmen haben auch 2018 wieder den Titel des Exportweltmeisters geholt. Weder die vom billigen Schiefergas beflügelte Konkurrenz aus Amerika noch die wachstumshungrigen Wettbewerber aus China führten mehr Chemikalien aus. Doch nun zieht Sturm auf. Der drittgrößten deutschen Industriebranche steht nicht nur ein mühsameres Tagesgeschäft ins Haus, sie muss auch Antworten finden auf strukturelle Umbrüche: Staatskonzerne aus China und dem Persischen Golf drängen nach Europa, zugleich stehen Kunststoffe und Unkrautvernichter, zwei wichtige Umsatzbringer, unter verschärfter Beobachtung von Öffentlichkeit und Politik.

Tatsächlich hat sich die „deutsche Großchemie“ in den vergangenen Jahren abermals mit Erfolg gehäutet. BASF verteidigte den Platz als größter Chemiekonzern der Welt, Bayer übergab mit Covestro und Lanxess zwei Tochtergesellschaften an die Börse. Auch das ehemalige Chemiegeschäft der Ruhrkohle hat als Evonik seinen Platz am Kapitalmarkt gefunden. Fast alle investierten viel in Zukäufe, allen voran Bayer mit der umstrittenen Mega-Übernahme von Monsanto. Die Branche steht zu Beginn des neuen Jahres operativ vermutlich so gut da wie noch nie, darüber sollten auch die großen Prozessrisiken, die sich Bayer mit Monsanto eingekauft hat, nicht hinwegtäuschen.

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Quelle: F.A.Z.
Bernd Freytag
Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Ludwigshafen.
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