FAZ plus ArtikelKampf gegen die Inflation

Runde Tische bringen keine guten Ergebnisse

EIN KOMMENTAR Von Gerald Braunberger
06.07.2022
, 08:37
Wollen zusammen durch die Krise: Kanzler Scholz, Arbeitgeber-Präsident Dulger und Gewerkschaftsbund-Chefin Fahimi.
Eine konzertierte Aktion, wie Bundeskanzler Olaf Scholz sie plant, ist eine schlechte Idee. Vor allem im Angesicht von Inflation. Über das Elend des Korporatismus.
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Walter Eucken, der Kopf des Ordoliberalismus, schrieb ein­mal: „Kollektive sind oh­ne Gewissen. Richtiger: Sie haben stets ein gutes Gewissen.“ Ein gutes Gewissen haben fraglos die Teilnehmer der neuen konzertierten Aktion, mit deren Hilfe sich Bundeskanzler Olaf Scholz gegen die aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ge­fährdungen wenden will.

Wahr ist: Gerade in der SPD, aber auch bei den Grünen sind Sorgen vor sozialer Un­rast für den Fall zu verspüren, falls der Herr im Kreml sein Gas künftig in Sibirien abfackeln sollte, statt es durch die Pipeline nach Europa zu schicken. Selbst wenn es dann nicht zu ernsten Versorgungsengpässen käme, wären weiter deutlich steigende Preise kaum zu verhindern. Nicht zufällig sprach der Kanzler von einer „historischen He­rausforderung“, versehen mit der Botschaft: „Wir stehen zusammen.“

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Autorenporträt / Braunberger, Gerald
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