FAZ plus ArtikelInflation

Butter kostet 19 Prozent mehr

Von Christian Siedenbiedel
14.01.2022
, 19:44
Der Einkauf im Supermarkt wird teurer.
Inflationsprognosen müssen nach oben korrigiert werden. Der vierteljährliche Preisbericht der F.A.Z. zeigt: Der Einkauf im Supermarkt wird deutlich teurer.
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Am Freitag hat nun auch die Commerzbank ihre Prognose für die Inflation in diesem Jahr deutlich nach oben korrigieren müssen: 4,2 Prozent Inflation erwartet Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer jetzt für Deutschland in diesem Jahr, statt 3,3 Prozent wie bisher. Für den Euroraum rechnet er jetzt mit 3,3 statt 2,4 Prozent. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) einräumen müssen, dass sie die Inflation fürs laufende Jahr zu niedrig veranschlagt hatte. Im aktuellen EZB-Wirtschaftsbericht ist die Rede davon, zumindest für den Großteil des Jahres 2022 werde die Inflation über dem Ziel von 2 Prozent liegen. Vor allem im Dezember war die Inflation in der Eurozone mit 5 Prozent höher ausgefallen als von vielen Ökonomen erwartet. Zudem zeichne sich beim Anstieg der Materialpreise immer noch kein Höhepunkt ab, hebt Krämer hervor.

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Der vierteljährliche Preisbericht der F.A.Z. zeigt: Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich in den vergangenen drei Monaten immer weiter beschleunigt und beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Energie. Um 4,5 Prozent stiegen die Preise in Deutschland nach dem nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat, um 5,2 Prozent im November. Im Dezember gab es dann eine bemerkenswerte Situation: Während die deutsche Inflation nach dem nationalen Verbraucherpreisindex VPI, der hierzulande viel Beachtung findet, weiter von 5,2 auf 5,3 Prozent gestiegen ist, ist sie nach der europäischen Berechnungsweise des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) sogar spürbar gefallen, von 6 auf 5,7 Prozent. Deutschland war damit in der Eurozone eines von lediglich fünf Ländern, in denen die Inflation nach dieser Berechnungsweise, die beispielsweise für die Europäische Zentralbank maßgeblich ist, im Dezember zurückgegangen ist.

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Quelle: F.A.Z.
Christian Siedenbiedel - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Christian Siedenbiedel
Redakteur in der Wirtschaft.
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