FAZ plus ArtikelEU-Debatte um neues Klimaziel

Corona-Streit bremst Klimaschutz

Von Hendrik Kafsack, Brüssel
07.12.2020
, 07:41
Der nächste EU-Gipfel soll ein schärferes Klimaziel beschließen. Ohne EU-Haushalt und Aufbaufonds dürfte das aber beinahe unmöglich sein.

Der Zeitplan der deutschen EU-Ratspräsidentschaft war ganz auf den Dezember-Gipfel, den letzten Gipfel ihrer Amtszeit, ausgelegt. Pünktlich zum 5. Jahrestag des Pariser Klimaschutzabkommens am 12.Dezember sollten sich die Staats- und Regierungschefs Ende der Woche auf ein neues, schärferes Klimaziel für 2030 einigen.

Statt der momentan zugesagten 40 Prozent CO2-Einsparung verglichen mit 1990 sollten die Chefs mindestens 55 Prozent vereinbaren. Das hätte die EU einen großen Schritt auf dem Weg vorangebracht, bis 2050 klimaneutral zu werden – auch wenn das Europaparlament dafür Einsparungen von mindestens 60 Prozent fordert. Nun aber streitet die EU nach dem ungarischen und polnischen Veto gegen das Corona-Paket ums Geld und setzt damit alles aufs Spiel.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Hendrik Kafsack
Hendrik Kafsack
Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.
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