FAZ plus ArtikelNachhaltiger Weihnachtsschmaus

Schlemmen ohne schlechtes Gewissen

Von Svea Junge
22.12.2020
, 13:16
Was kommt an den Festtagen auf den Tisch? An erster Stelle steht noch immer die Gans. Wer es nachhaltiger wünscht, muss etwas länger suchen. Doch nicht nur Lebensmittel-Siegel bieten Orientierung.

Für viele gehört der Festtagsbraten an Weihnachten genauso dazu wie der Tannenbaum oder die Plätzchen. Ganz oben auf der Speisekarte steht die traditionelle Weihnachtsgans: Millionen Tiere landen jedes Jahr zu den Weihnachtsfeiertagen auf den Tellern der Deutschen. Bis sie ins Bratrohr wandern, haben die Gänse oft eine weite Reise hinter sich. Die meisten von ihnen stammen aus Ungarn oder Polen, die deutsche Produktion deckt nur etwa 13 Prozent der Nachfrage.

Ein glückliches Leben ist den Tieren in diesen Ländern allerdings selten vergönnt, denn dort ist die Stopfmast, die Zwangsernährung durch ein Rohr, noch immer erlaubt. Mit bis zu einem Kilogramm Futter am Tag mästen die Bauern die Gänse in nur rund neun Wochen auf ihr Schlachtgewicht. Auch das Rupfen lebendiger Tiere für die Daunenproduktion ist in Osteuropa nach wie vor verbreitet. Wenngleich diese Praktiken in Deutschland verboten sind, verkauft werden dürfen die Gänse hierzulande trotzdem.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Junge, Svea
Svea Junge
Redakteurin in der Wirtschaft.
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