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Keiner will die Billigurlauber

Von Timo Kotowski
02.08.2021
, 15:09
In Partylaune: Deutsche Urlauber feiern am Strand von Arenal.
Der Partytourist gerät in Misskredit: Viel saufen und wenig zahlen, das wollen viele Staaten nicht mehr. Hinzu kommt der Klimaschutz. Naht das Aus für den billigen Urlaub?

Urlaub könnte so schön sein. Wenn nur die richtigen Touristen kämen. Doch an den begehrten Reisezielen mehren sich Klagen über zu viele Urlauber – und über Gruppen, die trotz Corona-Auflagen bierselig schunkeln. Nicht wenige Einheimische denken inzwischen, es kommen die Falschen: diejenigen, die wenig zahlen und für viel Aufsehen sorgen. Unter dem Eindruck feiernder Mallorca-Urlauber forderte Francina Armengol, Ministerpräsidentin der Balearen, wer sich danebenbenehme und Gesundheit und Wirtschaft auf den Inseln gefährden wolle, solle zu Hause bleiben.

Solche ungeliebten Gruppen aus Deutschland trifft man in El Arenal am „Ballermann“. Das Viertel auf Mallorca steht exemplarisch für Sorgenregionen im Tourismus. Es ist schnell mit dem Stadtbus vom Flughafen erreicht, anders als Familienhotels im Norden und Osten der Insel, zu denen Pauschalurlauber mehr als eine Stunde unterwegs sind. Wenig attraktiv für Partyhopper, die – außer an der Theke – sparen wollen. Eine Woche Pauschalreise ins Vier-Sterne-Domizil kostet im Norden in der Hauptsaison immerhin 1000 Euro.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Kotowski, Timo
Timo Kotowski
Redakteur in der Wirtschaft.
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