FAZ plus ArtikelAppell aus der Wirtschaft

So soll Deutschland klimaneutral werden

Von Niklas Záboji
03.03.2021
, 11:26
Mehr Ökostrom, Ende der EEG-Umlage und „gute Klimadiplomatie“: Wirtschaftsvertreter fordern mehr Tempo bei der Energiewende – und werben mit klaren Bekenntnissen.

Führende Vertreter der deutschen Wirtschaft wollen die Energiewende neu ausrichten. In einem zwölf Punkte zählenden Positionspapier skizzieren sie, wie die Transformation zur Klimaneutralität bis 2050 gelingen kann. So solle die Bundesrepublik mit Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit, dem richtigen politischen Rahmen sowie gesellschaftlicher Akzeptanz zum globalen Vorreiter, Vorbild und „Energiewende-Labor“ werden.

Das Positionspapier liegt der F.A.Z. vor. Es ist Teil der ReAct-Initiative, die von der Werte-Stiftung und dem Bauunternehmer Jan-Hendrik Goldbeck ins Leben gerufen wurde. Daran beteiligt sind Industrievertreter und Führungskräfte aus Sport und Finanzwirtschaft sowie Leiter großer Wissenschaftsinstitute (siehe Kasten).

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Die Initiative „ReAct“ (Responsibility and Action, zu Deutsch: Verantwortung und Aktion) wurde im April 2020 von der in Frankfurt ansässigen Werte-Stiftung, die für Chancengleichheit und sozialen Zusammenhalt eintritt, und dem Bauunternehmer Jan-Hendrik Goldbeck gegründet. Die Mitglieder kommen seither regelmäßig zum Austausch zusammen.

Nach aktuellem Stand zählen sie rund zwei Dutzend Geschäftsführer, Unternehmensinhaber, Aufsichtsräte und Wissenschaftler, darunter Martin Brudermüller, Martina Merz und Berthold Huber sowie Christian Sewing, Christian Seifert und Johan Rockström. Sie alle wollen namentlich und nicht in ihrer Funktion als Vertreter ihrer Unternehmen und Institutionen genannt werden. Schließlich engagiere man sich persönlich und könne so schneller agieren sowie stärker zuspitzen als über die offiziellen Kanäle der Unternehmenskommunikation, heißt es zur Begründung.

Die Initiative hat eine Charta und ein „Zielbild Europa“ entwickelt sowie drei Arbeitsgruppen gebildet – mit dem Fokus auf Klima/Umwelt, Bildung/Talente und Innovation/Technologie. In jedem dieser Zukunftsfelder entstünden „konkrete Leuchtturmprojekte“. Das Ziel: Unabhängig von Einzelinteressen, Deutschland und Europa voranbringen, was einen Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft erfordere. Erste Gespräche mit Spitzenpolitikern hätten schon stattgefunden, teilt die Initiative mit.

niza.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Zaboji, Niklas
Niklas Záboji
Redakteur in der Wirtschaft.
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