<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
FAZ plus ArtikelRWE-Chef Rolf Schmitz

„Windkraft an Land ist praktisch tot“

Von Sven Astheimer und Helmut Bünder
Aktualisiert am 02.06.2020
 - 18:49
Rolf Martin Schmitz plant, im kommenden Jahr das Amt des RWE-Vorstandsvorsitzenden an Finanzvorstand Markus Krebber zu übergeben.
Die Energiebranche kommt bisher robust durch die Krise und erfüllt sogar die Erwartungen im Klimaschutz. RWE-Chef Rolf Schmitz fordert von der Politik, Strom billiger zu machen.

Herr Schmitz, die EU-Kommission plant ein Corona-Paket von 750 Milliarden Euro. Wie beurteilen Sie diese schwindelerregenden Dimensionen?

Ich halte die Größenordnungen in dieser Ausnahmesituation für gerechtfertigt. Die EU muss jetzt politisch und wirtschaftlich zusammenstehen. Ohne diesen Zusammenhalt in Europa wäre unser Wohlstand noch in weitaus größerem Maße gefährdet. Wir müssen alles daran setzen, damit wir nicht in eine Depression rutschen, die Europa ins Chaos stürzen würde. Die Rettungsschirme wirken zudem Ausstiegsgedanken in Europa entgegen, und das ist gut und richtig.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  im F.A.Z. Digitalpaket

: Aktion

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Mann des Wandels

Als Rolf Martin Schmitz seine lange Karriere in der Energiewirtschaft begann, war das Geschäftsmodell klar definiert und eine Goldgrube: die Stromproduktion in zentralen Großkraftwerken. Das war bei der Steag, Schmitz’ erster Station, nicht anders als bei Eon und ihren Vorgängergesellschaften oder der Kölner Rheinenergie, die Schmitz mehrere Jahre geleitet hat.

Die volle Wucht der Energiewende traf ihn nach dem Wechsel zu RWE. Vor vier Jahren, als Schmitz den Vorstandsvorsitz übernahm, war der frühere Energieriese auf dem Tiefpunkt seiner langen Geschichte angelangt. Der promovierte Elektroingenieur aus Mönchengladbach übernahm das schwere Erbe der Vergangenheit: den Braunkohletagebau, Atomkraftwerke und Kohlemeiler, die gegen die Ökostrom-Konkurrenz kaum noch Geld verdienten. Sein Kollege Peter Terium sollte die in der Not abgespaltene und an die Börse gebrachte Tochtergesellschaft Innogy in die Zukunft führen: mit erneuerbaren Energien, dem Netz- und Vertriebsgeschäft.

Dann kam der große Kurswechsel: der von Schmitz eingefädelte Milliardendeal zur Aufteilung von Innogy. Der langjährige Erzrivale Eon konzentriert sich jetzt auf Netze und Endkunden, während Schmitz für die Zukunft auf den Ausbau der erneuerbaren Energien setzt. Mitte nächsten Jahres wird er 64 Jahre alt und will den Vorstandsvorsitz dem heutigen Finanzvorstand Markus Krebber übergeben.

Quelle: F.A.Z.
Sven Astheimer - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Sven Astheimer
Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.
Twitter
Autorenporträt / Bünder, Helmut (bü.)
Helmut Bünder
Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.