FAZ plus ArtikelKünstliche Kraftstoffe

Grünes Benzin aus Karlsruhe

Von Bernd Freytag, Oliver Schmale
23.01.2021
, 13:20
Die baden-württembergische Landesregierung startet eine Pilotanlage, um alternative Kraftstoffe zu produzieren. Eine halbe Milliarde Euro soll das kosten.

Die größte Raffinerie Deutschlands soll künftig nicht nur Benzin, Diesel, Heizöl und Chemikalien aus Erdöl herstellen. Geht es nach dem Willen der baden-württembergischen Landesregierung, dann werden auf dem 450 Hektar großen Gelände der Mineraloelraffinerie Oberrhein (Miro) am Rheinufer in Karlsruhe bald auch künstliche Kraftstoffe entstehen. Sogenannte „Re-Fuels“ auf Basis von regenerativen Rohstoffen: produziert mit Strom aus Wasser und Kohlenstoffdioxid oder auf Basis von Biomasse und Abfällen.

Die Landesregierung im Autoland Baden-Württemberg setzt große Hoffnungen auf solche synthetischen Kraftstoffe, könnten sie doch die CO2-Bilanz der Autobauer relativ kurzfristig verbessern. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) kündigte in Stuttgart jetzt den Bau einer Pilotanlage mit einem Investitionsvolumen von 500 Millionen Euro auf dem Gelände der Miro an. Eine Projektgesellschaft unter Federführung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) soll die Mittel einwerben. Den größten Anteil erhoffen sich die Beteiligten aus dem Fördertopf des Bundesverkehrsministeriums. Zudem sollen die beteiligten Maschinen- und Anlagenbauer, aber auch Autohersteller und Mineralölkonzerne angesprochen werden.

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Quelle: F.A.Z.
Bernd Freytag  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Bernd Freytag
Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.
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