FAZ plus ArtikelKlimakrise in der Türkei

So steht es um Erdogans Energiewende

Von Andreas Mihm, Wien
05.08.2021
, 14:01
Viele neue Windräder – doch die Stromnachfrage wächst noch schneller.
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Nicht nur die Dürre und Waldbrände setzen der Türkei zu. Auch Brüssels Pläne für einen Klimazoll hätten für wichtige Wirtschaftszweige gravierende Folgen – nicht nur wegen Zusatzkosten auf Produkte.
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Die Stahlproduktion der Türkei hat sich seit der Jahrtausendwende auf knapp 36 Millionen Tonnen mehr als verdoppelt. Die Branche nennt sich den siebtgrößten Produzenten der Welt und den sechstgrößten Exporteur. Im ersten Halbjahr verbuchte sie eine Ausfuhr im Wert von 9,2 Milliarden Dollar. Die EU ist ein wichtiger Abnehmer, nicht nur für aus Stahl gefertigte Autos und Autoteile. Allein Spanien und Italien nehmen beinahe doppelt so viel ab wie Spitzenreiter Israel.

Doch Strafzölle der EU erschweren das Europa-Geschäft – und neue Brüsseler Hürden werden es den türkischen Stahlbaronen künftig noch schwerer machen. Der Grund ist die von der EU aus Klimaschutzgründen geplante neue CO2-Abgabe. Der „Ausgleichsmechanismus“ soll sicherstellen, dass EU-Betriebe, die sich an die strengeren Klimaschutzvorgaben halten müssen, nicht benachteiligt werden.

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Andreas Mihm - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Andreas Mihm
Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.
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