Otto, Bayer, Adidas und Co.

Allianz deutscher Unternehmen fordert mehr Klimaschutz

11.10.2021
, 10:53
Mecklenburg-Vorpommern, Kladrum: Windkraftanlagen drehen sich vor Sonnenaufgang in einem Windpark.
Zu den 69 Unterzeichnern des Appels gehören Unternehmen wie die Allianz Versicherungen, Bayer oder die Deutsche Post. Insbesondere betonten sie den Ausbau der erneuerbaren Energien und der dafür erforderlichen Stromnetze.
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Anlässlich des Beginns der Sondierungsverhandlungen in Berlin am Montag haben 69 deutsche Unternehmen mehr konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz von einer neuen Bundesregierung gefordert. Deutschland müsse auf einen „klaren, verlässlichen und planbaren Pfad zur Klimaneutralität“ gebracht werden, hieß es in dem am Montag veröffentlichten Appell. Zu den Unterzeichnern gehören Unternehmen wie die Allianz Versicherungen, SAP, Eon, Bayer, Adidas, General Electrics, die Deutsche Post, Ikea und mehrere Energieunternehmen sowie Supermarktketten.

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Die Unterzeichner forderten von der neuen Bundesregierung innerhalb der ersten 100 Regierungstage eine „Umsetzungsoffensive für Klimaneutralität“. Initiatorin des Appells ist die Unternehmerinitiative „Stiftung 2 Grad“.

„Der Klimaschutz war bei der Bundestagswahl das wahlentscheidende Thema und muss von den Parteien bei der Bildung einer neuen Bundesregierung ganz oben auf die Agenda gesetzt werden“, erklärte der Präsident der Stiftung und Aufsichtsratvorsitzende der Otto Group, Michael Otto. Die Dekade des Handelns für den Klimaschutz habe begonnen. „Die neue Bundesregierung muss jetzt den Rahmen setzen, damit wir als Unternehmer Klimaneutralität zum Markenzeichen der deutschen Wirtschaft machen können“, erklärte Otto weiter.

Ausbau der erneuerbaren Energien

Die unterzeichnenden Unternehmen kommen aus verschiedenen Branchen, etwa der Grundstoff- und Chemieindustrie, dem Maschinen- und Fahrzeugbau und der Finanzindustrie. In Deutschland beschäftigen sie laut eigenen Angaben insgesamt mehr als eine Millionen Menschen und erwirtschaften einen globalen Umsatz von etwa einer Billion Euro.

Insbesondere betonten die Unternehmen in ihrem Appell den Ausbau der erneuerbaren Energien und der dafür erforderlichen Stromnetze. Auch klimafreundliche Industrieanlagen und Verkehrsinfrastruktur müssten weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus seien auch weitere Schritte bei der Gebäudesanierung notwendig.

„Die neue Bundesregierung muss klimapolitisch mutig und entschlossen handeln und kann dabei auf die Unterstützung dieser breiten Unternehmensallianz bauen“, erklärte die Vorständin der Stiftung 2 Grad, Sabine Nallinger. „Jetzt kommt es darauf an, eine Umsetzungsoffensive für Klimaneutralität ins Zentrum einer Regierungsbildung zu rücken.“

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SPD, Grüne und FDP starteten am Montag ihre vertiefenden Sondierungen zur Bildung einer Ampelkoalition. Als Hauptstreitpunkt gilt neben der Steuer- und Finanzpolitik auch der Klimaschutz. Bereits am Dienstagvormittag ist ein weiteres vierstündiges Sondierungsgespräch geplant.

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Quelle: AFP
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