Xi Jinping verspricht

China will im Ausland keine Kohlekraftwerke mehr bauen

22.09.2021
, 06:32
Xi Jinping spricht in einer aufgezeichneten Botschaft während der 76. Generaldebatte der UN-Vollversammlung.
Für den weltweiten Klimaschutz wäre das ein wichtiger Schritt: China will in Entwicklungsländern auf erneuerbare Energie statt auf Kohle setzen. Im eigenen Land sind aber noch Kraftwerke geplant.
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China will nach den Worten von Präsident Xi Jinping keine neuen Kohlekraftwerke im Ausland mehr bauen. Der chinesische Staats- und Parteichef machte die Ankündigung in seiner aufgezeichneten Rede bei der UN-Generaldebatte am Dienstag (Ortszeit) in New York. „China wird die Unterstützung anderer Entwicklungsländer bei der Entwicklung grüner und kohlenstoffarmer Energie verstärken und keine neuen Kohlekraftwerke im Ausland bauen“, versprach Xi.

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China hat als Exporteur bisher Hunderte dieser Kraftwerke in anderen Ländern errichtet und baut – trotz Kritik von Umweltschützern – im eigenen Land weiterhin neue Kraftwerke.

Xi betonte, wie wichtig es sei, die globale Umweltpolitik zu verbessern, aktiv auf den Klimawandel zu reagieren und eine Lebensgemeinschaft für Mensch und Natur zu schaffen. Er sagte auch, dass der Übergang zu einer grünen und kohlenstoffarmen Wirtschaft beschleunigt und eine grüne Erholung und Entwicklung erreicht werden müsse.

Chinas Plan: CO2-neutral bis 2060

„China wird sich bemühen, den Höhepunkt der Kohlendioxidemissionen vor 2030 zu erreichen und bis 2060 kohlenstoffneutral zu werden. Dies erfordert enorme Anstrengungen, und wir werden alles daran setzen, diese Ziele zu erreichen“, sagte Xi.

Weiterhin sprach Xi in seiner Rede über die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit: „Unterschiede und Probleme zwischen Ländern, welche kaum vermeidbar sind, müssen durch Dialog und Zusammenarbeit auf der Grundlage von Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt behandelt werden.“ Statt Konfrontation und Ausgrenzung müssten Dialog und Inklusion angestrebt werden.

Unter Xis Herrschaft wird China vorgeworfen, international zunehmend rücksichtslos aufzutreten, Absprachen zu missachten und auf bilaterale Dialoge statt Institutionen zu setzen. So ignoriert Peking etwa das 2016 ergangene Urteil eines internationalen Schiedsgerichts, das Chinas ausgreifende Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer als haltlos bezeichnete.

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Quelle: bard./dpa
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