FAZ plus ArtikelDebatte unter Bewohnern

Wie Helgoland zum Wasserstoff-Zentrum werden soll

Von Yves Bellinghausen, Helgoland
22.10.2021
, 10:19
Ein Gipfelkreuz markiert den höchsten Punkt auf Helgoland, 63 Meter über Normalnull. Darüber weht der Wind, der die Insel reich machen soll.
Die Insel Helgoland war pleite, bis die Windkraft Millionen in die Kasse brachte. Jetzt soll ein riesiges Wasserstoff-Projekt dazukommen. Was halten die Insulaner davon?
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Sie kommen mittags um 13 Uhr. Wenn die Fähren aus Hamburg, Cuxhaven oder Büsum anlegen, wird aus der verschlafenen Nordseeinsel Helgoland plötzlich eine Touri-Hochburg. An Bord haben die Schiffe Hunderte Tagestouristen. Rentner und junge Eltern mit ihren Kindern drängeln sich über die Gangway. Sie wollen Kegelrobben fotografieren und Trottellummen kreischen hören. Sie marschieren in die Duty-free-Shops, essen ein Fischbrötchen in einer von Helgolands bunten Hummerbuden oder trinken Aperol Spritz an der Uferpromenade.

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Zwischen den Touristen daddeln Männer in schwarzen Regenjacken gelangweilt auf ihren Handys herum. Sie fotografieren nichts, sie trinken auch keinen Aperol Spritz. Sie laufen direkt in die große Halle gleich am Hafen, auf der RWE steht. Oder sie grüßen Kollegen auf den Schiffen im Hafen, die „Seewind 1“ oder „Mainprize Offshore“ heißen. Oder sie checken direkt ein im größten Hotel Helgolands, dem Hotel Atoll.

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Quelle: F.A.S.
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