FAZ plus ArtikelKlimakiller Zement

Das Fundament der Welt wird zum Feindbild

EIN KOMMENTAR Von Bernd Freytag
21.10.2021
, 14:24
Im Steinbruch des Baustoffkonzerns HeidelbergCement
Die Zementindustrie verursacht sieben bis acht Prozent aller Treibhausgase: Heidelcement stößt so viel aus wie ganz Österreich. Der Emissionshandel stößt hier an seine Grenzen, das Bauen wird sicher teurer. Gibt es eine Lösung?
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Die Welt wäre eine andere ohne Zement. Mit ihrem „Opus Caementitium“, einem Gemisch aus Bruchstein, Ton, Vulkanasche, Sand und Kalk, haben die Römer schon vor zweitausend Jahren Bauwerke von bleibender Größe geschaffen: Die „Zement“-Kuppel des Pantheons galt bis Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts als größte freitragende Dachkonstruktion überhaupt.

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Aus Zement und seinem wässrigen Bruder Beton werden bis heute die Fundamente der modernen Welt gegossen. Das hat bis zum Klimawandel nur kaum jemanden interessiert. Jetzt aber ist Zement zum Feindbild geworden, zum Klimakiller. Tatsächlich verursacht die Ze­mentindustrie zwischen sieben und acht Prozent aller Treibhausgase. Allein HeidelbergCement stößt so viel aus wie Österreich. Zement soll deshalb im Kampf gegen den Klimawandel eine wichtige Rolle spielen. Welche das ist, ist allerdings ganz und gar nicht klar. Denn ohne Zement geht es nicht.

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Quelle: F.A.Z.
Bernd Freytag  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Bernd Freytag
Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.
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