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Kommentar zu Jeff Bezos

Den Falschen attackiert

EIN KOMMENTAR Von Winand von Petersdorff, Washington
 - 16:58
Don’t mess with Jeff, sollte die Lehre für alle Bezos-Gegner sein.

Jeff Bezos, der reichste Mann der Welt, hat überzeugend dargelegt, dass Amerikas bekanntestes Revolverblatt „National Enquirer“ versucht hat, ihn mit intimen Fotos und Textnachrichten zu erpressen. Er hat den Vorfall öffentlich gemacht, weil er nach eigenen Angaben glaubt, dazu moralisch verpflichtet zu sein. Wenn er sich nicht wehre, wer könne es dann?

Bezos kontert das Eindringen der Zeitung in sein Privatleben mit Ermittlungen gegen das Blatt. Sein Team hat unbegrenzte Mittel zur Verfügung. Die ersten Ergebnisse der Bezos-Ermittler haben die Führung der Zeitung offenbar aufgeschreckt und zu dem Versuch geführt, den Unternehmer unter Druck zu setzen.

Bisher ist unklar, was Bezos Leute aufgewühlt haben. Spekuliert wird, hinter dem „National Enquirer“ könnte Donald Trump stecken. Er ist Bezos und seiner Zeitung Washington Post feindselig gesonnen. Der Chef des Boulevardblatts, David Pecker, war Unterstützer und Freund Trumps.

Es gibt aber Hinweise, dass die Beziehung erkaltet ist, seit Pecker mit der Staatsanwaltschaft kooperiert in den Ermittlungen gegen Trump-Anwalt Cohen. Es ist eine verzwickte Geschichte. Nur eins ist klar: Pecker hat sich mit dem Falschen angelegt.

Quelle: F.A.Z.
Winand von Petersdorff-Campen - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitun
Winand von Petersdorff-Campen
Wirtschaftskorrespondent in Washington.
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