FAZ plus ArtikelCorona-Ländervergleich

Tiefe Wirtschaftskrisen auch ohne Lockdown

Von Patrick Welter und Niklas Záboji
Aktualisiert am 17.11.2020
 - 12:48
Nur wenige Menschen sitzen auf der Terrasse eines Restaurants auf der Plaza Mayor in Salamanca.
Die Staaten haben sehr verschieden auf Corona reagiert. Wirtschaftlich sind die Folgen aber verblüffend ähnlich.

Aus Amerika kommen fast jeden Tag neue Horrormeldungen über die Zahl der Covid-Neuinfektionen. Schwedens Regierung verzichtete im Kampf gegen das Virus lange auf harte Restriktionen. Deutschland und Frankreich stecken mitten in der zweiten Infektionswelle, und die Regierenden haben neue Beschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen. Japan steht schon am Beginn der dritten Infektionswelle im Lande. Die Regierung empfiehlt den Bürgern erhöhte Sorgfalt und zahlt weiterhin Subventionen zur Förderung des inländischen Tourismus.

So unterschiedlich die gesundheitliche Lage und die Reaktionen der Menschen und Regierungen aussehen, eint diese Länder doch eine Besonderheit: Der pandemiebedingte Wachstumsverlust seit Jahresbeginn fällt in all diesen Ländern nahezu gleich groß aus. In Japan und Schweden, in Deutschland, Frankreich und in den Vereinigten Staaten schrumpfte das reale Bruttoinlandsprodukt seit der Jahreswende um etwa 4 Prozentpunkte, wie eine Analyse der F.A.Z. zeigt.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  Sonntagszeitung plus

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Welter, Patrick
Patrick Welter
Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.
FacebookTwitter
Autorenporträt / Zaboji, Niklas
Niklas Záboji
Redakteur in der Wirtschaft.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot