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Deutsche Bundesbank

Wirtschaft bleibt ohne Schwung

 - 12:49
Am privaten Konsum liegt es nicht, dass die Konjunktur zurzeit schwach ist.

Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank auch zum Jahresende schwunglos bleiben. „Die Schwächephase der deutschen Konjunktur wird sich voraussichtlich im Jahresschlussquartal 2019 fortsetzen“, schrieb die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht für November. Sie werde sich aber vermutlich nicht nennenswert verschärfen. Dass Europas größte Volkswirtschaft in eine Rezession abgleitet, die Wirtschaftsleistung also deutlich schrumpft, erwarten die Experten derzeit nicht.

Es gebe erste vorsichtige Anzeichen, dass sich die Talfahrt in der Industrie verlangsamen könnte. So habe sich zuletzt die Stimmung in den Unternehmen aufgehellt. Für Auftrieb dürfte angesichts der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt und steigender Löhne weiterhin die Konsumfreude der Verbraucher sorgen. Ein gesondertes Paket zur Konjunkturstützung scheint aus Sicht der Notenbank derzeit nicht erforderlich.

Die deutsche Wirtschaft war nach ersten Daten des Statischen Bundesamtes im dritten Quartal entgegen fast aller Erwartungen leicht um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Im zweiten Vierteljahr war das Bruttoinlandsprodukt noch um 0,2 Prozent geschrumpft.

Im Sommerquartal sorgte vor allem der private Konsum für Aufwind. Dagegen war die Produktion in der Industrie tendenziell weiter rückläufig. Internationale Handelskonflikte und das Brexit-Drama belasten die exportorientierte deutsche Industrie. Die Verunsicherung bremst Investitionen. Branchen wie der Auto- und Maschinenbau sowie die Elektro- und Chemieindustrie bekommen das zu spüren.

Die Bundesregierung sowie führende Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für das Gesamtjahr 2019 daher deutlich weniger Wirtschaftswachstum als im vergangenen Jahr. Die jüngsten Prognosen gehen von 0,5 Prozent aus. 2018 hatte die deutsche Wirtschaftsleistung noch um 1,5 Prozent zugelegt.

Quelle: dpa
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