<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
Am Jahresende

Deutsche Wirtschaft ohne Wachstum

 - 09:42
Graue Wolken am Konjunkturhimmel: Deutschlands Wirtschaft stagniert.

Die deutsche Wirtschaft ist im letzten Quartal des vergangenen Jahres nicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte von Oktober bis Dezember im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte.

Ökonomen hatten zumindest mit einem Wachstum um 0,1 Prozent gerechnet. Allerdings fiel das Wachstum im vorherigen dritten Quartal mit 0,2 Prozent etwas größer aus als bislang angenommen (0,1 Prozent), wie das Amt weiter mitteilte.

Für das Gesamtjahr 2019 stieg das BIP um 0,6 Prozent. Das war deutlich weniger als jeweils
in den beiden Vorjahren. Ähnlich schwach wie 2019 war das Wachstum zuletzt 2013.

Weniger Exporte

Gedämpft wurde die Konjunkturentwicklung den Angaben zufolge zum Jahresende vom Außenhandel. Deutschland führte weniger aus als im dritten Quartal. Die privaten Konsumausgaben und das Geld, was der Staat in die Wirtschaft gab, schwächten sich nach einem sehr starken dritten Quartal zum Jahresende den Angaben zufolge ab. Der Boom am Bau setzte sich hingegen fort.

Der Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sah in den schwachen Konjunkturdaten in einer ersten Reaktion eine „Warnung für das laufende Jahr“. Die deutsche Exportwirtschaft und damit viele Schlüsselbranchen der Industrie kämpften weiterhin mit den gravierenden Handelskonflikten und den noch ungeklärten Folgen des Brexits, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am Freitag. Wansleben forderte von der Politik Entlastungssignale im Inland: „Planungsbeschleunigung bei
Investitionsvorhaben und Steuersenkungen sollten ganz oben auf die Agenda der Bundesregierung rücken.“

Für dieses Jahr rechnet die Bundesregierung mit einem Plus von 1,1 Prozent – auch weil dieses Jahr mehr Arbeitstage zählt. Allerdings hat sich mit dem Ausbruch der Coronavirus-Epidemie in China eines weiteres Risiko für die exportabhängige deutsche Wirtschaft hinzugesellt – neben Handelskonflikten, schwacher Weltkonjunktur und Brexit. Die Volksrepublik ist Deutschlands größer Handelspartner.

Quelle: Reuters/dpa
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenBerlinBruttoinlandsproduktDIHKReuters

Diese Webseite verwendet u.a. Cookies zur Analyse und Verbesserung der Webseite, zum Ausspielen personalisierter Anzeigen und zum Teilen von Artikeln in sozialen Netzwerken. Unter Datenschutz erhalten Sie weitere Informationen und Möglichkeiten, diese Cookies auszuschalten.