Turkish Stream

Griechenland und Russland stehen vor Milliarden-Deal

18.04.2015
, 04:46
Alexis Tsipras im Kreml
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Russland will den Griechen einem Bericht zufolge bis zu fünf Milliarden Euro vorstrecken. Es handelt sich um die Transitgebühr für eine geplante russische Pipeline Richtung Europa. Das Geschäft könnte das Blatt für Griechenland wenden, wird ein griechischer Beamter zitiert.
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Griechenland steht angeblich vor der Unterzeichnung eines milliardenschweren Energieabkommens mit Russland. Die Vereinbarung könnte dem von der Pleite bedrohten Land kurzfristig Milliarden Euro in die Staatskasse spülen, berichtet „Spiegel Online“. Das Abkommen solle voraussichtlich am Dienstag unterzeichnet werden. Dem Bericht zufolge soll das Geld eine Vorauszahlung auf zukünftige Gewinne sein, die Griechenland durch Transitgebühren für die neue Pipeline Turkish Stream einnehmen könnte, die russisches Gas über die Türkei und Griechenland nach Europa bringen soll. Die Höhe der Vorauszahlung wird mit drei bis fünf Milliarden Euro angegeben.

Der Deal könne für Griechenland das Blatt wenden, zitierte „Spiegel Online“ einen hochrangigen Beamten der Regierungspartei Syriza, der direkt mit dem Vorgang vertraut sei. Griechenland verhandelt derzeit mit Europa und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über die Freigabe weiterer Rettungskredite. Die Verhandlungen sind jedoch äußerst zäh, weil die Geldgeber auf Reformen pochen, Athen im Gegenzug allerdings zu keinen weitreichenden Reformen bereit scheint.

Russlands Präsident Wladimir Putin und der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatten nach einem Treffen Mitte April in Moskau angekündigt, dass beide Länder ihre Wirtschaftskontakte verstärken wollen und eine Zusammenarbeit bei Turkish Stream anstreben.

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Gas nach Europa

Russland hat nach dem Stopp der geplanten Gaspipeline South Stream durch Bulgarien im Januar eine neue Verbindung durch die Türkei angekündigt, die bis Ende 2016 in Betrieb gehen soll. Damit auch die EU darüber versorgt werden könnte, müsste ein Anschluss durch Griechenland gebaut werden. Die Pipeline wird voraussichtlich 2019 in Betrieb gehen. Dann anfallende Einnahmen für die Griechen würden mit der Vorauszahlung verrechnet.

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Kreditrückzahlungen
Griechenland bekommt keinen Zahlungsaufschub vom IWF
Quelle: spo./Reuters
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