FAZ plus ArtikelErfahrungen aus Finanzkrise

Überschätzte Konjunkturpakete

Von Johannes Pennekamp
Aktualisiert am 02.06.2020
 - 07:51
Wie sehr helfen Abwrackprämien der Konjunktur? Einige Ökonomen sind skeptisch, ob Kaufprämien in dieser Krise das richtige Rezept sind.
Die Bundesregierung will der Wirtschaft mit vielen Milliarden Euro neuen Schub geben. Doch die Erfahrungen aus der der vergangenen Krise sind durchwachsen. Kann das Geld mehr sein kann als ein Tropfen auf den heißen Stein?

Unter Politikern, Verbänden und Wirtschaftsforschern herrscht Einigkeit: Nachdem Kurzarbeitergeld und Soforthilfen in der Corona-Krise das Schlimmste verhindert haben, braucht Deutschland nun dringend ein Konjunkturprogramm, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Schon an diesem Dienstag will der Koalitionsausschuss die Pflöcke dafür einrammen. Kaufprämien für Autos, niedrigere Steuern, Geld für Forschung und Klimaschutz – es fehlt nicht an Ideen, für die Milliarden aus dem Bundeshaushalt locker gemacht werden sollen.

Bei all der Einigkeit über das Geldausgeben drängt sich die Frage auf, was Konjunkturpakete in einer fundamentalen Krise wie dieser überhaupt bewirken können. Ein Blick zurück zur Finanzkrise schürt Zweifel, ob das viele Geld mehr sein kann als ein Tropfen auf den heißen Stein. Zur Erinnerung: Im November 2008 und im Januar 2009 legte die damalige Bundesregierung zwei Konjunkturprogramme mit einem Gesamtvolumen von rund 62 Milliarden Euro auf. Am besten in Erinnerung dürfte die Abwrackprämie für Autos sein.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Pennekamp, Johannes
Johannes Pennekamp
Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.
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