FAZ plus ArtikelEngpässe in Großbritannien

Der undramatische Sturm im Supermarkt

Von Philip Plickert, London
17.09.2021
, 13:28
Wie hier sieht es in britischen Supermarktregalen nicht aus. Dennoch: Lieferengpässe sorgen für deutliche Lücken.
Von allgemein leeren Regalen kann keine Rede sein, doch Lücken gibt es. Was der Grund für die Lieferengpässe in Großbritannien sein könnte, darüber gehen die Meinungen auseinander.

Das „Königreich der leeren Regale“ soll Großbritannien sein, so steht es derzeit in manchen deutschen Medien. Ein Rundgang durch ein halbes Dutzend Supermärkte in und um London zeigt ein anderes Bild. Rund 95 Prozent der Regale sind gefüllt. Mit den Vorräten im großen Sainsbury’s in Kingston südwestlich der Hauptstadt könnte man mehrere Bataillone versorgen.

Nur in einem Regal gibt es tatsächlich größere Lücken: Einige Mineralwassersorten wie Evian oder Buxton Sprudel gibt es nicht. „Sorry, zeitweise nicht lieferbar.“ Im Sainsbury-Markt ein paar Straßen weiter türmt sich Mineralwasser auf Paletten, doch im Milchregal steht fast nichts. „Ja, hier und da fehlen Produkte“, sagt der Filialleiter. In manchen Tesco-Läden in Westlondon sind bestimmte Fleischpackungen rar. McDonald’s verkauft keine Milchshakes mehr. Die Kneipenkette Wetherspoons tat sich schwer, genügend Bier zweier Billigmarken heranzuschaffen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Plickert, Philip
Philip Plickert
Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.
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