Siebter Monat in Folge

Deutschlands Exporte legen weiter zu

08.01.2021
, 08:31
Die Industrie konnte im November mehr Aufträge verbuchen als im Monat zuvor und auch die Exporte sind weiter gewachsen. Noch deutlicher stiegen die Importe.

Die deutschen Exporte sind im November ungeachtet der zweiten Corona-Welle bei vielen Handelspartnern schon den siebten Monat in Folge gewachsen. Sie stiegen um unerwartet kräftige 2,2 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet, nach einer Zunahme von 0,9 Prozent im Oktober. Trotz der Aufholjagd blieben die Ausfuhren um 4,7 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020 – dem Monat vor Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass sich das Auslandsgeschäft weiter belebt. Die exportabhängige Industrie sammelte sieben Monate in Folge mehr Aufträge aus dem In- und Ausland ein, wobei die Nachfrage aus der Euro-Zone zuletzt besonders deutlich zulegte. Die von vielen Experten vorausgesagte Erholung der Weltwirtschaft vom Rezessionsjahr 2020 dürfte den Exporteuren ebenfalls in die Karten spielen. Die Importe wuchsen im November um 4,7 Prozent und liegen nur noch um 0,6 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von Februar.

Derweil steigerten die Unternehmen ihre Produktion auch angesichts der praller als vor Krisenausbruch im Februar 2020 gefüllten Auftragsbücher in der Industrie. Die gesamte Produktion – Industrie, Bau und Energieversorger zusammen – zog um 0,9 Prozent zum Vormonat an, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Hier hatten Ökonomen einen Anstieg von 0,7 Prozent erwartet, nach plus 3,4 Prozent im Oktober. „Der Ausblick für die Industriekonjunktur bleibt angesichts des Pandemiegeschehens und des verschärften Lockdowns zwar verhalten, aber die Auftragslage und die Stimmung in den Unternehmen haben sich zuletzt verbessert“, so das Ministerium. „Dies spricht dafür, dass die Industrie anders als im Frühjahr letzten Jahres von den Maßnahmen weniger stark betroffen ist.“

Quelle: Reuters/dpa
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