Spanien

Banken machen eine schlechte Figur

19.06.2010
, 18:37
Während die spanischen Großbanken wie BBVA und Santander noch vergleichsweise glimpflich aus der Krise kommen können, sind die Sparkassen und die lokalen privaten Banken stärker betroffen.
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Die Wirtschaftskrise auf der Iberischen Halbinsel trifft zunehmend auch die spanischen Banken. Sie bekommen immer weniger Geld von Banken aus dem Ausland, denn dort ist man misstrauisch gegenüber der Finanzlage der spanischen Institute. Eine wichtige Finanzierungsquelle trocknet aus. Während die Großbanken wie BBVA und Santander noch vergleichsweise glimpflich aus der Krise kommen können, sind die Sparkassen und die lokalen privaten Banken stärker betroffen.

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Sie haben viele Immobilienkredite vergeben und leiden nun unter der Krise am Häusermarkt. Denn viele Eigentümer können ihre Kredite nicht mehr bedienen, bei den Banken häufen sich die Ausfälle. Auch die Unternehmen zahlen wegen der Wirtschaftskrise ihre Kredite nicht mehr so pünktlich zurück. Eine Studie von JP Morgan Cazenove hat nun die Lage der lokalen Privatbanken Spaniens untersucht. Sie sind demnach wirklich in einer kritischen Lage. Ihr Finanzbedarf ist jetzt besonders hoch und sinkt erst 2011 und 2012. Die Zahl der problembehafteten Kredite steigt noch. Hoffnung macht jedoch, dass die Einlagen steigen und die Kreditvergabe sinkt. Trotzdem: Die Gewinne dieser Banken werden in den kommenden Jahren kräftig fallen, die Aktienkurse haben das bereits vorweggenommen.

Bild: F.A.Z.
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