Positiver Trend

Zahl der Industrie-Beschäftigten steigt erstmals in 2020 wieder

Aktualisiert am 16.11.2020
 - 10:55
Ein Mitarbeiter eines metallverarbeitenden Betriebes in Kiel
Das Niveau von 2019 ist nach wie vor weit entfernt. Doch von August auf September wurden in der deutschen Industrie wieder Stellen geschaffen.

Die deutsche Industrie gewinnt zunehmend Oberwasser in der Corona-Krise und schafft erstmals in diesem Jahr per Saldo wieder Jobs. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von August bis September um gut 13.000 oder 0,2 Prozent auf 5,53 Millionen, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. „Damit entwickelte sich die Zahl der Beschäftigten erstmals im Jahr 2020 positiv im Vergleich zum Vormonat.“ Dass die Industrie nach dem Rückschlag wegen der Pandemie ihre Aufholjagd aber noch lange nicht beendet hat, zeigt der Vorjahresvergleich. Hier gab es Ende September binnen Jahresfrist einen Rückgang um 172.000 oder drei Prozent beim Personal in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten.

Die deutsche Wirtschaft hatte sich im Sommerquartal mit einem Rekordwachstum von 8,2 Prozent aus der Corona-Rezession befreit, nachdem sie im Frühjahr mit 9,8 Prozent so stark eingebrochen war wie noch nie. Einschränkungen wegen der Virus-Pandemie könnten die Konjunktur im laufenden Schlussquartal allerdings wieder bremsen.

Am stärksten sank im September die Beschäftigtenzahl in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 5,8 Prozent zum Vorjahr. Ein deutliches Minus gab es auch in der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (-5,0), im Maschinenbau (-4,5), bei der Produktion von Metallerzeugnissen (-4,4), elektrischen Ausrüstungen (-4,0) und in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-3,6). Zum Vorjahresmonat gestiegen ist die Beschäftigtenzahl hingegen in der Herstellung von chemischen Erzeugnissen mit 1,6 Prozent.

Quelle: Reuters
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