FAZ plus ArtikelForschungsprojekt

Kraftstoff aus Wasser und Luft

Von Susanne Preuß
11.08.2018
, 15:04
Bioliq-Pilotanlage am Karlsruher Institut für Technologie.
Kraftstoff aus Wasser und Luft soll keine Hexerei sein, sondern in naher Zukunft ein Geschäftsmodell – und das trotz der wachsenden Elektromobilindustrie.
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Die Idee von synthetischen Kraftstoffen spukt immer wieder durch die Diskussionen über den Klimaschutz. Sie wären für ganz normale Verbrennungsmotoren tauglich – womit auch all die älteren Autos auf den Straßen viel umweltfreundlicher würden. In Baden-Württemberg will man das Thema jetzt schnell vorantreiben. Wissenschaft und Industrie tun sich zur Forschungsoffensive „Re-Fuels“ zusammen, um Potentiale auszuloten und auch eine großtechnische Produktion von synthetischen Kraftstoffen vorzubereiten. Das alles soll innerhalb von nur zwei Jahren klappen. Eine entsprechende Absichtserklärung ist schon unterschrieben.

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„Wir müssen jetzt die Rennpferde aus dem Stall lassen“, urteilt Uwe Lahl, Amtschef im Verkehrsministerium Baden-Württemberg, und verweist auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über eine beginnende „Heißzeit“. Bisher hätte man vielleicht mit 10 bis 15 Jahren für den Aufbau einer Infrastruktur für Re-Fuels kalkuliert. Aber, so warnt der Chemiker Lahl, der neben seiner politischen Karriere immer wissenschaftlich tätig war, bis zur Habilitation in Umweltwissenschaften: „Wenn wir wirklich so ein großes Problem haben, müssen wir uns kürzere Zeiträume vorstellen können.“

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Preuss, Susanne
Susanne Preuß
Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.
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