FAZ plus ArtikelAusgebliebene Hilfen

„Angriff auf den Mittelstand“

Von Timo Kotowski
30.01.2021
, 09:08
Wann die Achterbahnen wieder fahren können, bleibt offen.
Beschränkungen sind unvermeidlich, sagen die Chefs des Europa-Parks und der Althoff-Hotels. Dass es aber nach fast einem Jahr Corona für sie keine passende Hilfe gibt, empört sie.

Die Vier- und Fünf-Sterne-Hotels sind leer, die Achterbahnen stehen still, Deutschlands größter Freizeitpark ist geschlossen – Corona-Ruhe allerorten. Thomas Althoff, Chef der Althoff-Hotels, und Roland Mack, Chef des Europa-Parks, lässt indes nicht ruhen, dass es um Entschädigungen für die Ausfälle ihrer Betriebe besonders still ist. „Ich habe manchmal den Eindruck, man soll in Deutschland kein großes Familienunternehmen führen. Wir waren für alle Förderprogramme zu groß“, klagt Mack im Gespräch mit der F.A.Z.

Dass kleinere Betriebe mittlerweile Abschläge der Novemberhilfen erhalten, besänftigt ihn nicht. „Für ein Unternehmen wie unseres mit 5000 Beschäftigten rund um den Europa-Park helfen 50000 Euro nicht, die wären nach einem Tag aufgebraucht. Bei uns geht es um Ausfälle in dreistelliger Millionenhöhe.“ Allein Stromkosten für den Park samt Hotels und Badeerlebniswelt beliefen sich auf 15000 Euro am Tag.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Kotowski, Timo
Timo Kotowski
Redakteur in der Wirtschaft.
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