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Lagarde setzt Signale

EIN KOMMENTAR Von Inken Schönauer
 - 17:30
Christine Lagarde

Mit ihrer ersten Ratssitzung hat Christine Lagarde nun für alle sichtbar ihre Arbeit als Präsidentin der Europäischen Zentralbank aufgenommen. Ihre Nominierung, der erste Auftritt vor dem EU-Parlament, die ersten Worte in Frankfurt, diese Chancen der ersten Male wurden nun um die erste Ratssitzung ergänzt. Jetzt geht es richtig los. Kaum jemand dürfte erwartet haben, dass Christine Lagarde an der expansiven Geldpolitik schon während der ersten Zinssitzung unter ihrer Regie etwas ändert. Sie ließ keine Zweifel darüber, dass sich die Niedrigzinspolitik weiter hinziehen wird – alles andere wäre auch eine handfeste Überraschung gewesen.

War die Freude über den Wechsel an der EZB-Spitze also verfrüht? Bleibt alles beim Alten? Keineswegs! Lagarde versteht schon jetzt, Signale zu setzen. Signale des Verstehens und des Willens zur Veränderung. Genau diese Hinweise hatte man von ihrem Vorgänger Mario Draghi schmerzlich vermisst. Zum Ende seiner Amtszeit drängte sich der Eindruck auf, der Italiener habe sich in die Ideen seiner expansiven Geldpolitik verrannt und den Weg nach draußen verpasst. Die neue EZB-Präsidentin hat wiederum schon mehrfach und auch nun betont, die negativen Folgen und die Nebeneffekte der aktuellen Geldpolitik im Blick zu haben. Sie sicherte zu, dass die Geldpolitik der EZB einer strategischen Überprüfung unterzogen wird. Dieser Prozess startet im Januar und soll bis Ende des Jahres 2020 abgeschlossen sein. Lagarde selbst nannte diese Überprüfung überfällig – die letzte liegt tatsächlich schon 16 Jahre zurück.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Schönauer, Inken
Inken Schönauer
Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.
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