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Für alle Arbeitnehmer

Linke-Politiker fordern 30-Stunden-Woche

Aktualisiert am 16.08.2020
 - 13:46
Ausreichend Zeit für Familie und Sorgearbeit, für politische Einmischung, persönliche Weiterbildung und Muße zu ermöglichen – das will die Linke Arbeitnehmern mit einer 30-Stunde-Woche ermöglichen. Bild: dpa
Die Linke spricht sich für eine „generelle Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche in Vollzeit“ aus. Dann bleibe mehr Zeit für andere Dinge. So steht es in einem neuen Positionspapier.

Führende Politiker der Linken fordern die Einführung einer 30-Stunden-Woche für alle Arbeitnehmer. Begründet wird dies unter anderem mit der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft, wie aus einem Positionspapier der Parteivorsitzenden Katja Kipping, des Europaabgeordneten Martin Schirdewan und der Abgeordneten im Berliner Abgeordnetenhaus, Katalin Gennburg hervorgeht, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Sonntag) vorliegt.

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„Wir brauchen eine generelle Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche in Vollzeit, um die Produktivitätsfortschritte allen zu Gute kommen zu lassen und allen ausreichend Zeit für Familie und Sorgearbeit, für politische Einmischung, persönliche Weiterbildung und Muße zu ermöglichen“, heißt es laut RND in dem Papier.

Die neuen digitalen Technologien könnten menschliche Arbeit erleichtern und Produktivitätspotenziale zum Nutzen aller freisetzen. Sie dürften nicht „zur Verdichtung von Arbeit, zur Erhöhung des Stresses, zu verstärkten Kontrolle durch das Management, zur Verlagerung von Tätigkeiten auf tariflose Subunternehmen und zum Druck auf Tarifstandards, Löhne und Arbeitsbedingungen führen“. Die Linken-Politiker forderten zudem, die Mitbestimmungsrechte der Belegschaften und ihrer Betriebsräte über den Einsatz der Technologien zu schützen und zu erweitern.

Kipping, Schirdewan und Gennburg plädieren außerdem dafür, die Macht marktbeherrschender Digitalkonzerne wie Amazon, Facebook, Google , Apple & Co. zu begrenzen. „Die neuen Monopole müssen entflochten werden“, heißt es in dem Papier.

Quelle: dpa
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