FAZ plus ArtikelNiedrigverdiener in Amerika

McDonald’s und die verflixte Frage des Mindestlohns

Von Winand von Petersdorff, Washington
04.03.2021
, 15:40
Amerikas Linke ist verärgert, dass eine staatliche Lohnerhöhung vorerst gescheitert ist. Dabei finden Großkonzerne sie gut.

Die Parteilinke der Demokratischen Partei ist zutiefst frustriert, dass ihre Kernforderung nach einem Mindestlohn von 15 Dollar in der Stunde aus dem Gesetzespaket herausgeflogen ist, mit dem der amerikanische Präsident Joe Biden 1,9 Billionen Dollar für Wirtschaft und Familien locker machen will. Die Frustration findet ihren extremen Ausdruck in Todesdrohungen gegen die neutrale Justiziarin des Senats, deren Verdikt die Lohnregelung aus juristischen Gründen aus dem Rettungspaket gekegelt hatte.

Im Vergleich gemäßigt wirkt die Kritik der populären Linkspolitikerin Alexandria Ocasio-Cortez. Sie nannte es komplett peinlich, dass über die Forderung nach einem auskömmlichen Lohn überhaupt debattiert werden müsse - schließlich verdienten McDonald’s-Beschäftigte in Dänemark 22 Dollar die Stunde und hätten sechs Wochen bezahlten Urlaub. „15 Dollar ist ein großes Zugeständnis“, sagte sie.

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Winand von Petersdorff-Campen - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitun
Winand von Petersdorff-Campen
Wirtschaftskorrespondent in Washington.
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