Deutschlands Zukunft

Staatsgeld für Computerkurse

01.09.2018
, 12:02
Hier wird die Zukunft schon einmal ausprobiert: gerade läuft die IFA in Berlin.
Kennen sich die Mitarbeiter gut genug mit neuer Technik aus? Gerade kleinen Unternehmen stellt der Arbeitsminister Mittel für Weiterbildung in Aussicht.

Die Bundesregierung plant staatliche Hilfe für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter weiterbilden wollen in neuen Technologien. Schon ab dem 1. Januar des kommenden Jahres soll dafür Geld aus Berlin fließen, allerdings in unterschiedlicher Höhe: Entscheidend ist, wie groß ein Unternehmen ist und wie alt der entsprechende Angestellte.

Das geht aus einem Entwurf des Arbeitsministeriums hervor, aus dem die „Rheinischen Post“ zitiert. Unternehmen, die diese Hilfe in Anspruch nehmen wollen, müssen sich allerdings auch selbst an der Maßnahme beteiligen. „Es können Weiterbildungsmaßnahmen sowie die Zeit während der Qualifizierung mit einer anteiligen Lohnfortzahlung gefördert werden“, sagte Arbeitsminister Hubertus Heil der Zeitung: „Die Summen werden nach Betriebsgrößen gestaffelt.“

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Damit bezieht sich der SPD-Politiker auf Staffelungen in dem Entwurf: Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten sollen demzufolge komplett unterstützt. Unternehmen mit mindestens zehn und weniger als 250 Mitarbeitern sollen sich den Plänen zufolge zu 50 Prozent beteiligen. Große Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten sollen einen Eigenanteil von 75 Prozent leisten.

Allerdings gibt es noch eine zweit Zahlungsstruktur, die Heil avisiert mit seiner Maßnahme, und die sich nicht auf die Betriebsgröße bezieht. „Ich habe mit dem Gesetz insbesondere Arbeitnehmer im Blick, für die der digitale Wandel auch bei guter Qualifikation eine große Herausforderung ist.“ Daher sollten die Betriebe unabhängig von ihrer Größe von einer Kostenbeteiligung freigestellt werden, wenn es um eine Weiterbildung für ältere Arbeitnehmer ab 45 Jahre und um schwerbehinderte Arbeitnehmer gehe.

Das Programm soll überdies nicht gedeckelt werden, es gibt also offenkundigt keinen schon vorab feststehenden Maximalbetrag, den die Regierung dafür in die Hand nehmen möchte. Deutschland sei für die Digitalisierung noch nicht gut genug gerüstet, befinder Heil. „Mit diesem Gesetz gehen wir einen ersten Schritt, um von der Arbeitslosenversicherung zu einer Arbeitsversicherung zu kommen.“

Quelle: FAZ.NET
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