Me Convention 2017

Was Sie am zweiten Tag verpasst haben und am Sonntag erleben können

Von Nadine Bös und Martin Gropp
16.09.2017
, 19:10
Will Musik fühlbar machen: Singer-Songwriterin Beatie Wolfe
Interaktive Museen, hörbare Farben, fühlbare Musik – bei der me Convention ging es am Samstag oft um Kunst. Am Sonntag steht unter anderem die Zukunft der Mode auf dem Programm. Ein Promi-Gast: Schauspielerin und Model Amber Valetta.

Ein Museum – ist das für Sie ein ruhiger Ort, an den Sie gehen, um sich ganz gesittet ein paar Bilder anzugucken? Dann sind Sie noch ganz weit entfernt von der Zukunft. Denn Museen werden für die Besucher mehr und mehr Orte der Interaktion. Wie Kunst und Musik durch die Digitalisierung anders erlebbar werden – diese Thematik zog sich durch den zweiten Konferenztag der me Convention. Vom Museumspanel, mit dem der Tag startete, haben Ina Lockhart und Martin Gropp live berichtet. Später war mit dem Kunst-Papst Hans Ulrich Obrist ein echter Promi auf der Bühne: Der Chef der Serpentine Galleries in London. Aylin Güler hat seine Rede verfolgt.

Um Gestaltung ging es auch bei Amy Cole und Guy Kawasaky. Die Instagram-Markenentwicklerin sprach gemeinsam mit dem Bestsellerautor darüber, welche Inhalte in sozialen Medien funktionieren und welche nicht und was ein gutes Foto von einem schlechten unterscheidet. Auch das ist in unserem Newsblog nachzulesen – mit farbenfrohen Beispielbildern.

Kunst, Gestaltung – fehlte nur noch das Thema Musik: Die Singer-Songwriterin Beatie Wolfe präsentierte ihre Musik, die nicht nur hörbar, sondern auch mit anderen Sinnen zu erleben ist: Sie hat zum Beispiel eine Jacke erfunden, die auf Berührung mit Musik reagiert.

„me Convention“
Singer-Songwriter Beatie Wolfe
© FAZ.NET, FAZ.NET

Und noch ein Redner befasste sich mit den menschlichen Sinnen – aber eher genau umgekehrt: Der farbenblinde Neil Harbisson hat sich eine Antenne in den Schädel implantieren lassen, um Farben hören zu können. Verrückt? Er sagt: Nein, aufregend! So aufregend, dass nach seinem Geschmack ganz viele Menschen „Cyborgs“ werden sollten.

„me Convention“
Wie klingt ein Regenbogen?
© Philip Gerhardt, FAZ.NET

Große Fragen am Sonntag

Am Sonntag wird es auf der Konferenz noch einmal um ganz große Fragen gehen. Greg De Temmerman forscht an der Fusionsenergie und wirft in einem Vortrag einen Blick darauf, wie diese Art der Energiegewinnung künftig eingesetzt werden könnte. „Dies ist wahrscheinlich eine der größten wissenschaftlichen und technologischen Herausforderungen für die Menschheit“, ist De Temmerman überzeugt. Man darf gespannt sein, wie sein Forschungsprojekt ITER, in dem sich 35 Länder zusammengeschlossen haben, diese Herausforderung angehen will.

In zwei anderen Veranstaltungen steht die Stadt der Zukunft im Mittelpunkt. Leon Balcaen leitet die Abteilung „Smart City“ beim Kartendienst Here, dem Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Autohersteller Audi, BMW, Daimler sowie des amerikanischen IT-Konzerns Intel. Balcaen wird darüber sprechen, wie digitale Karten helfen können, Städte für das autonome Fahren fit zu machen. Die Zukunftsforscherin Oona Horx-Strathern spricht parallel dazu, wie bei fortschreitender Individualisierung die Stadt Menschen wieder zueinander bringen könnte. „Eine echte Smart-City verbindet Menschen miteinander, nicht Technologie“, sagt sie. Eine wirkliche „smarte“ Stadt sei daher eine, in der Menschen auch aufeinander achtgegeben. Wie das funktionieren soll, wird der Vortrag beleuchten. Und auch die Zukunft der Mode soll nicht zu kurz kommen – Promi-Gast dafür ist Schauspielerin und Model Amber Valetta.

Daneben wird der Gewinner des Start-up-Wettbewerbs zum Thema „New Urbanism“ gewählt. Und schließlich wird der Rap-Künstler A$AP Rocky eine Abschlussrede halten, auf die man ebenfalls gespannt sein kann. Denn worüber er dann genau reden wird, stand am Samstagabend noch nicht fest.

me Convention
Innovation in 24 Stunden
© Michael Götz, FAZ.NET
Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Bös, Nadine
Nadine Bös
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Martin Gropp - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Martin Gropp
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