Samsung will alles vernetzen

„Die Küche löst das Auto als Statussymbol ab“

01.09.2018
, 12:19
Viel Gedränge am Nespresso-Stand auf der IFA in Berlin.
Inteligente Lichtschalter, Kühlschränke und mehr: Smarte Geräte sind der große Trend. Und Samsung nur ein unter vielen wichtigen Wettbewerbern.

Die Führung des südkoreanischen Tech-Konzerns Samsung will bis zum 2020 alle Hausgeräte des Unternehmens miteinander vernetzt haben. Das kündigte der in diesem Bereich für Deutschland zuständige Manager an diesem Samstag an. Wenn es um zum Beispiel um Waschmaschinen geht, seien es derzeit bereits 40 Prozent, sagte Alexander Zeeh. Hier könnten Nutzer schhon per Sprachsteuerung kommunizieren und sich Tipps fürs Energiesparen holen.

Nun gehe es darum, Kunden diese Geräte schmackhaft zu machen. Dafür liefere Samsung eine Plattform, die über alle Produkte hinweg – von intelligenten Lichtschaltern zu Sicherheitssystemen sowie Kühlschränken und Waschmaschinen – miteinander kommuniziere.

Zuletzt lief es bei den Hausgeräte-Herstellern in Deutschland aber nicht rund. In der ersten Jahreshälfte fielen die Erlöse um zwei Prozent auf knapp 4,27 Milliarden Euro. „Das war in den letzten zwölf Jahren nicht der Fall“, sagte Zeeh. Kaufimpulse solle nun auch die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin bringen.

Samsung konkurriert in dem Geschäftsfeld mit BSH und damit mit den Marken Bosch und Siemens, Whirlpool aus den Vereinigten Staaten, dem schwedischen Electrolux-Konzern, Miele sowie dem chinesischen Marktführer Haier. Innerhalb des südkoreanischen Unternehmens steuert die Hausgerätesparte angesichts der Dominanz des Chip- und Smartphone-Geschäfts weniger als fünf Prozent zum Betriebsgewinn des Gesamtkonzerns bei.

Zeeh zufolge geben die Deutschen immer mehr Geld für Küchen aus: „Sie löst das Auto als Statussymbol ab.“ Um daran stärker mitzuverdienen, will Samsung das Geschäft mit Einbaugeräten forcieren. Samsung hat sich schon mit dem deutschen Küchenmöbel-Hersteller Nolte zusammengetan. „Wir sind im Gespräch mit weiteren Anbietern“, so Zeeh.

Quelle: ala./Reuters
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