FAZ plus ArtikelSchrecken ohne Ende

Argentiniens Bankrottpolitik

EIN KOMMENTAR Von Markus Frühauf
Aktualisiert am 03.08.2020
 - 16:35
Argentiniens Wirtschaftsminister Martin Guzmán ist zuständig für die Schuldenverhandlungen.
Nach dem neunten Staatsbankrott in der Geschichte ringt Argentiniens Regierung mit Blackrock und anderen Gläubigern um eine Einigung im Schuldenstreit. Ein Scheitern der Gespräche hätte dramatische Folgen.

Ein Ende mit Schrecken ist für Argentinien nicht zu erwarten, denn die Schuldenmisere des südamerikanischen Landes ist längst ein Schrecken ohne Ende. An diesem Dienstag läuft die Frist der Regierung ab. Doch die Gläubiger – angeführt von Blackrock, dem größten Vermögensverwalter der Welt – lehnen die Umschuldung von Anleihen im Volumen von 65 Milliarden Dollar ab, weil sie bessere Bedingungen wollen. Möglicherweise bieten Staatspräsident Alberto Fernández und der für die Schuldenverhandlungen zuständige Wirtschaftsminister Martín Guzmán eine Verlängerung an.

Bei einem Scheitern bliebe Argentinien der Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten über Jahre versperrt, mit dramatischen Folgen für die durch die Corona-Krise ohnehin geschwächte Wirtschaft sowie weiteren Verlusten für Anleihen und die Währung. Der Peso hat in den vergangenen zwölf Monaten zum Dollar schon 70 Prozent an Wert verloren.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

F.A.Z. PLUS:

  im F.A.Z. Digitalpaket

: Aktion

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Frühauf, Markus
Markus Frühauf
Redakteur in der Wirtschaft.
Twitter
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot