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Das Milliardengeschäft mit der Haselnuss

Von Andreas Mihm, Giresun  
17.09.2021
, 07:43
Nüsse im Wert von zwei Milliarden Euro exportiert die Türkei, Ernte und Trocknung erfolgen zumeist in Handarbeit.
Millionen Menschen leben in der Türkei vom Haselnussanbau. Doch der Weg vom Strauch zum Nuss-Aufstrich ist weit und beschwerlich. NGOs kritisieren schlechte Arbeitsbedingungen, Umweltgefahren und Kinderarbeit.

Besonders im Spätsommer sind sie allgegenwärtig: Haselnüsse. Sie liegen zum Trocknen ausgebreitet auf Gehwegen, an Straßenrändern, in Parkanlagen, auf Autoparkplätzen, selbst der Platz vor einer staubigen Hotelbaustelle ist mit Unmengen kleiner brauner Früchte übersät. Kein Platz bleibt ungenutzt, ganz gleich, ob sie nun auf blauer Plastikplane oder gleich im feinen Staub der Straße vor sich hin dörren.

Was am Ende weltweit als Brotaufstrich auf Frühstückstischen oder Power-Riegel in Schulranzen und Handtaschen landet, nimmt oft hier an der „Haselnussküste“ der türkischen Schwarzmeer­region zwischen Samsun und Trabzon seinen Anfang. Und das zu Bedingungen, von denen die wenigsten Konsumenten eine Vorstellung haben. Stichworte, die NGOs mit Inhalten füllen, lauten: schlechte Arbeitsbedingungen, geringe Bezahlung, Umweltgefahren, Kinderarbeit.

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Quelle: F.A.Z.
Andreas Mihm - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Andreas Mihm
Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.
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