<iframe title="GTM" src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-WBPR4W&gtm_auth=3wMU78FaVR9TNKtaXLbV8Q&gtm_preview=env-23&gtm_cookies_win=x" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>
FAZ plus ArtikelMinus von 22 Billionen Dollar

Warum hohe Schulden in Amerika hoffähig werden

Von Winand von Petersdorff, Washington
 - 06:24
Schulden sind besser als ihr Ruf, sagt Olivier Blanchard, früherer Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds.

Die Schulden der öffentlichen Hand in den Vereinigten Staaten liegen aktuell in Höhe von 22 Billionen Dollar. Binnen einer Dekade werden sie von jetzt 78 Prozent der amerikanischen Wirtschaftsleistung auf 105 Prozent klettern, rechnen die überparteilichen Rechnungsprüfer des Kongresses vor. Nie in Wachstumsphasen hatten die Vereinigten Staaten ein so hohes Schuldenniveau.

Nur: In Präsident Donald Trumps einstündiger Rede zur Lage der Nation spielten die Staatsschulden keine Rolle, in der Replik der Demokratin Stacey Adams ebenso wenig. Auf ihrem historischen Hoch verschwinden die öffentliche Schulden aus dem öffentlichen Diskurs. Und das nur wenige Jahre nachdem die Tea Party ihre größten Erfolge hatte. Ihre Abgeordneten organisierten 2013 den ersten großen Shutdown der Regierung, weil ihr die Staatsschulden aus dem Ruder zu laufen schienen. Selbst Trumps Haushaltsdirektor und Stabschef Mike Mulvaney, der von der letzten Tea-Party-Welle nach Washington getragen wurde, wird nun mit der Aussage zitiert: „Niemanden interessieren die Haushaltsdefizite.“ Vor zehn Jahren hätten es Staatsschulden auf diesem Niveau in die Abendnachrichten geschafft mit der unheilschwangeren Frage, ob die Last noch tragbar sei.

Testen Sie unsere Angebote.
Jetzt weiterlesen

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

FAZ.NET komplett

: Neu

F.A.Z. Digital

F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+

Quelle: F.A.Z.
Winand von Petersdorff-Campen - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitun
Winand von Petersdorff-Campen
Wirtschaftskorrespondent in Washington.
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenCarmen ReinhartDonald TrumpEnglandEuropäische UnionHarvardKenneth RogoffLarry SummersOlivier Blanchard