FAZ plus ArtikelFilialen und Werk geschlossen

Taschenhersteller Picard nicht länger insolvent

Von Falk Heunemann
02.03.2021
, 13:49
Kaufhäuser im Lockdown, Stille an den Flughäfen: Der hessische Ledertaschenproduzent Picard musste infolge der Corona-Pandemie in die Insolvenz. Nun kann er weitermachen – nach einem harten Sparprogramm.

Das Obertshausener Traditionsunternehmen Picard hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beendet. Damit sei es wieder geschäftsfähig, teilte das Unternehmen mit. Picard hatte im Mai 2020 ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beantragt, nachdem der Hauptabnehmer Galeria Karstadt Kaufhof, wie andere Geschäfte auch, seine Häuser mehrere Wochen wegen der Pandemie hatte schließen müssen. Auch der Umsatz an den Flughäfen ist infolge der Reisebeschränkungen erheblich eingebrochen.

In den vergangenen Wochen hat Picard sich ein Sparprogramm verordnet. So hat die Firma fünf der insgesamt 14 Flughafenfilialen geschlossen. Zudem mussten 40 der 150 Beschäftigte am hessischen Stammsitz gehen, das Werk in Tunesien ist zu. Das Unternehmen fertigt fortan in Deutschland, Bangladesch und in der Ukraine.

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Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Heunemann, Falk
Falk Heunemann
Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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